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Regionalentwicklung

Die vielfältigen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verflechtungen in der Region erfordern über die Landesgrenzen hinweg eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit. In zahlreichen Projekten arbeitet Bremen mit den benachbarten niedersächsischen Gemeinden, Landkreisen und dem Land Niedersachsen zusammen für die aktuellen Herausforderungen wie zum Beispiel der demografischen Entwicklung, der Verkehrsplanung oder der Einzelhandelsentwicklung gemeinsam wirksame Lösungen zu finden.
Eine verbindliche Zusammenarbeit erfolgt aktuell in verschiedenen Kooperationsräumen und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern in der Region.

Wegen der Bedeutung für das Land Bremen wurde 1994 die Verpflichtung zur Kooperation über die Landesgrenzen hinweg in die Verfassung des Landes Bremen aufgenommen:

„Die Freie Hansestadt Bremen bekennt sich zu Demokratie, sozialer Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Völkerverständigung. Sie fördert die grenzüberschreitende regionale Zusammenarbeit, die auf den Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen, auf das Zusammenwachsen Europas und auf die friedliche Entwicklung der Welt gerichtet ist. Die Freie Hansestadt Bremen bekennt sich zum Zusammenhalt der Gemeinden des Landes und wirkt auf gleichwertige Lebensverhältnisse hin.“
Art. 65 Abs. 2

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Die Metropolregion Nordwest wurde 2005 als eine von elf europäischen Metropolregionen in Deutschland offiziell anerkannt. Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft arbeiten eng zusammen, um die Region und ihre Zukunftsfelder gemeinsam weiterzuentwickeln. Mitglieder des Vereins sind neben den beiden Bundesländern Bremen und Niedersachsen, 15 kreisfreie Städte und Landkreise, sowie Industrie- und Handelskammern im Nordwesten.

Im aktuellen Handlungsrahmen „Nordwesten. Weiterdenken – Handlungsrahmen 2018-2021, werden die mehrjährigen Schwerpunkte der Arbeit festgelegt. Derzeitig stehen sechs Kompetenzfelder im Fokus, in denen die Region im nationalen und internationalen Vergleich wirtschaftlich-technologische Stärken sowie ein überdurchschnittliches Wachstum aufweist:
 Automotive/intelligente Mobilität
 Bioökonomie
 Energiewirtschaft/nachhaltige Energiesysteme
 Gesundheitswirtschaft
 Luft- und Raumfahrt
 Maritime Wirtschaft und Logistik

Zur konkreten Umsetzung des Handlungsrahmens werden regional kooperative Projekte aus dem Förderfonds der Metropolregion finanziell unterstützt. Der Förderfonds wird von den Ländern Bremen und Niedersachsen jährlich mit insgesamt 520.000 EUR ausgestattet.

Zur Internetseite der der Metropolregion

Aktuell werden unter anderem folgende Projekte mit Beteiligung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr durch den Förderfonds der Metropolregion Nordwest unterstützt:

Gemeinsame Gewerbegebietsentwicklung am Bremer Kreuz
Die Entwicklung rund um das Bremer Kreuz ist ein Projekt der regionalen Kooperation zwischen Bremen, Achim, dem Landkreis Verden und dem Land Niedersachsen, das neben den verkehrlichen Zielsetzungen auch die gewerblichen Perspektiven dieser besonderen Lage in den Blick nimmt. Das Projekt kann als stadt- und in diesem Fall auch länderübergreifende Gewerbegebietsentwicklung - als Modell für eine zukünftige Entwicklung von bedeutsamen Gewerbestandorten in und für die Metropolregion dienen.

Digital Impact Lab Verbund
Das Digital Impact Lab ist ein Experimentier-, Beratungs- und Lernort zum Austausch und zur Reflektion unserer modernen und digitalen Gesellschaft. Es bestärkt und unterstützt neue Arten des Denkens und Handelns mithilfe zukunftsorientierter Tools und Lernformate. Seine interaktiven Methoden stellen hierbei eine neue und einzigartige Herangehensweise in der Metropolregion dar. Durch die Möglichkeit, individuelles digitales Erfahrungswissen aus den Bereichen Gaming, Social Media und Smartphone vor Ort in partizipative Digitalaktivitäten einzubringen, wird dieses „Wissen“ für die „offizielle“ Welt von Ausbildung und Beruf sowie für Bildungskarrieren nutzbar gemacht.

Das durch die Metropolregion Nordwest für drei Jahre geförderte Projekt des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr unter Federführung des M2C-Institut für angewandte Medienforschung Bremen, lässt in einem Verbund drei Labs als experimentelle Lern- und Erfahrungsräume für digitale Kompetenz in Bremen, am Campus Osterholz-Scharmbeck und in Delmenhorst beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, entstehen. Entwickelt wird ein in dieser Form einmaliges Modell, das bei den vorhandenen digitalen Kompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ansetzt, diese ausbaut und ein Bewusstsein dafür schafft, wie diese Stärken in Beruf und Gesellschaft genutzt werden können.

Zur Interseite Digital Impact Lab Verbund

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Der Kommunalverbund wurde 1991 gegründet. Aktuell haben sich 28 Kommunen zusammengeschlossen, um gemäß der Vereinssatzung, den Raum wirtschaftlich zu stärken und strukturell zu verbessern, raumordnerischen Fehlentwicklungen im Rahmen seiner Möglichkeiten entgegenzuwirken, die kulturellen Belange und sonstigen Aktivitäten zu fördern sowie die ökologische Situation zu erhalten und zu verbessern.
Konkrete Schwerpunkte der Arbeit sind die Steuerung des großflächigen Einzelhandels, der demografische Wandel, die Naherholung, die Entwicklung von Wirtschaft und Infrastruktur und die regionale Kultur.

Zur Internetseite: Kommunalverbund

Derzeitig werden unter anderem folgende Projekte mit Beteiligung der Stadt Bremen bearbeitet:

Landschafts- und Naherholungsstrategie zur Weiterentwicklung des Grünen Rings Region Bremen

Natur- und Landschaftsräume sind als Lebens-, Entdeckungs- und Bewegungs-raum mehr als bloß unbebauter Raum: Als Freiräume erfüllen sie besondere Funktionen und sind gewissermaßen Grüne Infrastruktur. So wie eine Region Straßen und Brücken, Schulen und Krankenhäuser als unverzichtbare Grundla-gen benötigt, braucht sie auch Freiraum als eine tragende Säule der Lebensqualität.
Mit der Landschafts- und Naherholungsstrategie zur Weiterentwicklung des Grünen Rings wollen die Mitglieder des Kommunalverbunds und ihre Koopera-tionspartner die Landschaft der Region gemeinsam entwickeln, Naherholungs-angebote regional vernetzen und die Qualitäten der Region darstellen.
www.kommunalverbund.de/aufgaben-projekte/landschafts-und-naherholungsstrategie-lana-/

Regionales Mobilitätskonzept: Radverkehr

Radverkehr ist Teil einer zukunftsfähigen Mobilität. Fahrradfahren bietet preis-günstige und gesundheitsfördernde Mobilität, macht Spaß und unterstützt den Klimaschutz. Schnellere E-Bikes, sichere Verbindungen zwischen den Kommunen und eine durchdachte Abstimmung mit Bus und Bahn erhöhen die Attraktivität des Fahrradfahrens.
Die Region benötigt ein qualitativ angemessenes und attraktives Radverkehrsnetz - dafür wollen die Städte, Gemeinden und Landkreise im Kommunalverbund ein Konzept erarbeiten. Schwerpunkt dieses Konzepts ist der Alltagsradverkehr - für den Weg zur Arbeit oder der Ausbildung, zum Einkaufen, für die Feierabendtour oder den Sonntagsausflug.
www.kommunalverbund.de/aufgaben-projekte/mobilitaet/regionales-mobilitaetskonzept-radverkehr-rmk-r-/

Die Koordination der gemeinsamen Aktivitäten in der Region Bremerhaven wird durch das Regionalforum Bremerhaven wahrgenommen.

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Das Regionalforum Unterweser ist eine 2003 gegründete Arbeitsgemeinschaft der Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch, sowie der Stadt Bremerhaven, in der aktuell 12 Kommunen aus der Region daran mitarbeiten, die Entwicklung des Gesamtraumes zu fördern und dauerhaft zu sichern.
Das Regionalforum Unterweser ist eine wichtige Schnitt- und Koordinierungsstelle für den gesamten Unterweserraum. Das erfolgreiche Zusammenwirken auf Arbeitsebene zeigt sich in den verschiedenen Projekten des Regionalforums, wie beispielsweise der Erstellung des „Integrierten Klimaschutzkonzeptes Regionalforum Unterweser“ und der Durchführung von kooperativen Veranstaltungen. Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit soll zukünftig das Regionalforum zu einer zentralen Plattform für den Informations- und Kommunikationsaustausch des gesamten Unterweserraums ausgebaut werden.

Zur Internetseite: Regionalforum Unterweser

Ein wesentliches Ziel der Arbeitsgemeinschaft Regionalform Unterweser ist die Kooperation und Initiierung von konkreten Projekten.

Für die gemeinsame Darstellung der Wirtschaftsregion wurde von den Mitglieder des Regionalforum Unterweser eine Internet-Plattform eingerichtet. Die Website stellt die sechs führenden Branchen der Region

• Häfen & Logistik
• Schiffbau & Meerestechnik
• Nahrungsmittelwirtschaft
• Offshore-Windenergie
• Luftfahrt
• Tourismus

vor. Die gemeinsame Gewerbeflächenvermarktung erfolgt mittels eines integrierten Gewerbeflächentools.

Internet: www.stark-am-strom.de