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Kommunales Zentren- und Nahversorgungskonzept

Die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Stadtteilzentren und der Innenstadt sowie die Sicherung der Nahversorgung in den Quartieren sind weiterhin erklärtes Ziel der Stadtentwicklung.

Damit dieses Ziel als Rahmen für die bauleitplanerische Praxis Wirkung entfalten kann, bedarf es einer verbindlich beschlossenen kommunalen Konzeption für die Zentrenentwicklung und Sicherung der Nahversorgung.

Das bestehende Konzept aus dem Jahr 2009 wird derzeit aktualisiert und fortgeschrieben, sodass voraussichtlich in 2020 das fortgeschriebene Konzept vorliegt.

Hintergrund
Das im November 2009 als städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB von der Stadtbürgerschaft beschlossene kommunale Zentren- und Nahversorgungskonzept bildet den Rahmen zur Stärkung und Stabilisierung der Zentren sowie zur Sicherung einer wohnortnahen Versorgung in der Stadt Bremen. Das Konzept wurde gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort unter Federführung des Bauressorts der Freien Hansestadt Bremen sowie unter Einbeziehung der Handelskammer Bremen erarbeitet.
Das Zentren- und Nahversorgungskonzept fügt sich ein in das Regionale Zentren- und Einzelhandelskonzept des Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V., das zeitgleich erarbeitet worden ist und 2013 beschlossen wurde.

Grundlagen und Umsetzung des bestehenden Konzepts
Die vier Kernelemente des gültigen Konzepts sind
1) das Ziel der Stärkung und Sicherung der Bremer Zentren in der polyzentrischen Struktur Bremens in Bezug auf die Einzelhandelsentwicklung sowie die Sicherung der Nahversorgung,
2) das daraus abgeleitete Zentrenmodell mit vier hierarchisch gegliederten Zentrentypen, die als schützenswerte zentrale Versorgungsbereiche im Sinne des BauGB räumlich konkret definiert werden sowie ergänzend sieben Sonderstandorten des großflächigen Einzelhandels,
3) die generellen Ansiedlungsregeln und Ansiedlungsempfehlungen und
4) die Bremer Sortimentsliste.
Die vier Kernelemente sind erforderlich, um die folgenden differenzierten Ziele zu erreichen:
• die Sicherung und den Ausbau der raumordnerischen Versorgungsfunktion als Oberzentrum für die Region sowie eines attraktiven Einzelhandelsangebots in der Stadt an unterschiedlichen Standorten,
• die Sicherung und Stärkung der Zentren, so dass sie ihrer jeweiligen zentralörtlichen Bedeutungen im hierarchisch gestuften Versorgungsnetz gerecht werden,
• die Ergänzung der Versorgungsstruktur durch vorhandene Einzelhandelsstandorte außerhalb der Zentrenstruktur, um eine Verkürzung der Wege und eine Stärkung der wohnortnahen Versorgung zu erreichen,
• die Sicherung von Gewerbegebieten für Handwerk und Produzierendes Gewerbe (keine Verdrängung durch großflächigen Einzelhandel),
• und die Schaffung von Planungs- und Investitionssicherheit.

Fortschreibung
Das Zentren- und Nahversorgungskonzept hat sich als ein Element zur Steuerung des Einzelhandels gemäß den gesetzten städtebaulichen Zielvorstellungen etabliert. Die grundlegenden Ziele des Konzepts, eine Stärkung der Zentren und die Sicherung einer guten Nahversorgung (also eine „Stadt der kurzen Wege“ mit einer polyzentralen Struktur) werden bei der Fortschreibung nicht in Frage gestellt. Die Fortschreibung des Konzepts ist vielmehr notwendig, um es in seinen Ansätzen, Zielsetzungen und Umsetzungsinstrumenten zeitgemäß und dadurch rechtssicher zu halten.
Breite Allianz
Für den Prozess der Fortschreibung des Zentren- und Nahversorgungskonzept Bremen ist eine Steuerungsgruppe in der bewährten Form eingesetzt, um den Gesamtprozess zu koordinieren. Dies baut auf den Erfahrungen während der Erarbeitung des Zentren- und Nahversorgungskonzepts 2006-2009 auf, für die eine Steuerungsgruppe mit Vertreter*innen vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV), dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen (SWAH) sowie der Handelskammer (HK) eingerichtet wurde. Die Federführung/ Geschäftsführung lag und liegt bei SUBV.

Datengrundlage
Um aktuelle Daten zur Einzelhandelslandschaft in der Stadt Bremen vorliegen zu haben, wurde 2016/2017 eine Vollerhebung der Einzelhandelsbetriebe in der Stadt Bremen durchgeführt. Dabei wurden detailliert alle Einzelhandelsbetriebe inklusive nach Sortimenten differenzierten Verkaufsflächen erhoben.

Einbindung Beiräte / Ortsämter
Da es sich um ein Konzept mit konkreten Auswirkungen auf Ebene der Stadtteile handelt, werden die Ortsämter und die Ortspolitik in den Prozess eingebunden.

Das weiterhin gültige Konzept können Sie hier nachlesen.

Erarbeitungsschritte des Einzelhandeltskonzeptes (Grafik), png, 112.9 KB

Jan Dierk Stolle
Freie Hansestadt Bremen
Referat Raumordnung, Stadtentwicklung, Flächennutzungsplanung
beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Contrescarpe 72, Zi. 4.16, 28195 Bremen

Tel.: (0421) 361 2053
e-mail: jandierk.stolle@bau.bremen.de