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Rennbahnquartier Bremen

Bremen hat in den letzten Jahren neue Bürgerinnen und Bürger hinzugewonnen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen verfolgt daher eine Strategie der „wachsenden Stadt“ mit dem Ziel der Innenentwicklung.

Bereits mit dem im Jahr 2009 beschlossenen Leitbild „Bremen! Lebenswert – urban – vernetzt“ wurde unter Beteiligung der breiten Öffentlichkeit das vorrangige Ziel der Innenentwicklung formuliert. Die Umsetzung dieses Leitbildes findet sich in dem Flächennutzungsplan Bremen (2014) wieder.

Aufbauend auf dieser grundsätzlichen Ausrichtung der Stadtentwicklung in Bremen ist beabsichtigt, das am Rande der Kernstadt gelegene Areal der Galopprennbahn einer neuen Entwicklung zuzuführen.

Am 24. November 2016 hat die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft die Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan 2488) beschlossen mit dem Ziel, ein neues urbanes Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen zu entwickeln.

Das insgesamt rund 36 Hektar große Plangebiet, ursprünglich am Stadtrand gelegen, wird seit 1875 für den Pferdesport genutzt. Der Innenbereich des Geläufs wurde zudem 2006 zu einem Golfplatz umgestaltet. Bestandteil des Plangebietes ist darüber hinaus eine am
Nordrand gelegene, rund 5 Hektar große, öffentliche Grünanlage mit dichtem Baumbestand.

Das Gesamtareal befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde Bremen und ist dem „Sondervermögen Gewerbe“ zugeordnet. An der Entwicklung des Gebietes sind das Bauressort sowie das Wirtschaftsressort, das zusammen mit der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) nach der Planungsphase für die Erschließung und Vermarktung zuständig sein wird, beteiligt.

Die Pachtverträge mit dem Rennverein sowie mit der „GolfRange“ sind zum Ende des Jahres 2017 gekündigt worden. Bis zum Beginn der Bauphase (voraussichtlich ab 2020) können die heutigen Aktivitäten jedoch grundsätzlich weiterbetrieben werden.

Die Größe und die integrierte Lage der Fläche erfordern einen umfassenden und mehrstufigen Planungsprozess unter intensiver Einbeziehung der Öffentlichkeit.
Der Gesamtprozess ist in drei Phasen unterteilt:

- Stadtstrukturelle Analyse, Machbarkeitsstudie, Nutzungs- und Flächenprogramm sowie Entwurfskonzeption, Gutachterverfahren, Rahmenplanung
- Wettbewerbsverfahren (Städtebau und Landschaft), ggf. auch für Teilbereiche
- Formelle Planungen (Bebauungsplan, Erschließungsplanung, hochbauliche
Qualifizierungen)

Von besonderer Bedeutung ist die Mitwirkung der Öffentlichkeit, die in den jeweiligen Planungsphasen Gelegenheit erhält, sich aktiv in das Planungsgeschehen einzubringen.

In Vorbereitung einer neuen Entwicklung der Galopprennbahn, werden die umgebenden Stadtstrukturen in Hinblick auf stadtplanerisch relevante Aspekte systematisch untersucht und mit der Öffentlichkeit und Anrainern, der Ortspolitik sowie Fachleuten erörtert. Hierbei geht es im Wesentlichen um die Identifizierung von Rahmenbedingungen und Spielräumen für das neue Stadtquartier. Beleuchtet werden vor allem mögliche Nutzungen und deren Verteilung, Bebauungsstrukturen, die Grün- und Freiflächensituation sowie Aspekte der sozialen und verkehrlichen Infrastruktur. Ziel der Untersuchung ist es, konkrete Anhaltspunkte für die zukünftige grundsätzliche Ausrichtung des Rennbahnareals zu erhalten.

Mit der Erstellung dieser stadtstrukturellen Analyse wurde das Berliner Büro Machleidt
beauftragt.
Erste Ergebnisse sowie der abschließende Bericht der Untersuchung werden jeweils in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert (hierzu Unterpunkt Termine.

Im Anschluss an die stadtstrukturelle Analyse erfolgt die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sind öffentliche Foren (z.B. „Spaziergang“ mit an-schließender Diskussion, „Ideenwerkstatt“) vorgesehen, in denen alle Interessierten an der Konzeptentwicklung mitwirken können. Die Machbarkeitsstudie wird die Ergebnisse der strukturellen Analyse und der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie Erkenntnisse aus Fachgutachten zusammenführen und programmatische sowie erste konzeptionelle Aussagen treffen.

Mit der Erstellung der „Machbarkeitsstudie“ und der Prozessbegleitung wurde das Bremer Büro BPW baumgart+partner beauftragt.
Die öffentlichen Veranstaltungen werden durch das Bremer Büro proloco moderiert.

Die Machbarkeitsstudie wird Grundlage für ein anschließendes Gutachterverfahren sein. Das Gutachterverfahren dient der Entwicklung eines städtebaulichen Rahmenplans für das Gesamtareal.

Claudia Schulze

Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bereich Stadtplanung


Ronald Risch

Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bereich Stadtplanung


Jan Dierk Stolle

Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bereich Stadtentwicklung


Simone Gessner

Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen


Jürgen Opielks

Wirtschaftsförderung Bremen


Franziska Lehmann

Büro proloco - Moderation


Maja Fischer

Büro bpw - Prozessbegleitung


Strukturanalyse (Erste Ergebnisse der Untersuchung)
Vorstellung und Erörterung in öffentlicher Veranstaltung
Montag, 09. April 2018 von 19:00 bis ca. 21:30 Uhr (Einlass 18:30)
Martinshof, Speisesaal, Betriebsstätte in der Georg-Gries-Str. 1 (Buslinie 25, Haltestelle Georg-Gries-Str.)

Strukturanalyse (Abschlussbericht)
Vorstellung und Erörterung in öffentlicher Veranstaltung
Montag, 07. Mai 2018 von 19:00 bis ca. 21:30 Uhr (Einlass 18:30)
Veranstaltungsort wie oben