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Umgestaltung des Doppelknotens Doventor

Eine Machbarkeitsuntersuchung

Der Doppelknoten Doventor ist sowohl eine relevante Verbindung zwischen dem Bremer Westen und dem Bremer Zentrum als auch eine zentrale Eingangssituation in die Innenstadt. Er teilt die Wallanlagen, die somit die Gestaltung des Knotens prägen. Aktuell wird der Bereich vom Kfz-Verkehr dominiert und bildet insbesondere für den Fuß- und Radverkehr eine Barriere im Raum.

Im Verkehrsentwicklungsplan (VEP 2025) wurde daher beschlossen, den Knoten so umzugestalten, „dass es sichere, direkte und übersichtliche Wegebeziehungen für den Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr gibt“ (Maßnahme F22d im Handlungsfeld F: Straßenraumgestaltung, Barrierefreiheit).
Auch im Rahmen des Integrierten Verkehrskonzepts Überseestadt (IVK Überseestadt, Senatsbeschluss vom 30. Oktober 2018) wird der schon im VEP 2025 dargestellte Handlungsbedarf zum Umbau des Kreuzungsbereichs Doventorscontrescarpe / Daniel-von-Büren-Str. / Doventor aufgegriffen (Maßnahme R.12 im IVK Überseestadt).

Zukünftig wird der Doppelknoten für den Radverkehr eine stärkere Verbindungsfunktion einnehmen. Für die Premiumroute D.15 ist eine Routenführung vom Grünzug Walle zum Straßenzug Am Wall über den Kreuzungsbereich vorgesehen und die Premiumroute Wallring wird im südlichen Teil des Knotens über den Wall in ins Doventor einbiegen.
Die Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung des Doppelknotens Doventor und die Planung der Autofreien Stadt sind zudem in engem Zusammenhang zu betrachten. Daher sind die Projektbeteiligten in einem engen Austausch.

Probleme und Ziele

Rote Ampeln

Breite, teils mehrspurige Verkehrsanlagen mit großen Radien und ein besonderer Bahnkörper für die Straßenbahn prägen das Bild am Knoten.
Die Anlagen für den Fuß- und Radverkehr stehen dagegen in der Qualität hinter denen des motorisierten Verkehrs zurück und sind an vielen Stellen zu schmal oder gar nicht ausgebildet und es fehlen Querungsmöglichkeiten.
Die historischen Wallanlagen sind von der Straße nur bedingt wahrnehmbar, insbesondere der westliche Teil ist kaum wahrnehmbar und zugänglich.

Für den Fuß- und Radverkehr sorgt die großzügige Dimensionierung des Doppelknotens und die unübersichtliche Verkehrsführung für eine hohe Trennwirkung.

Ziele für eine Umgestaltung des Doppelknotens sind daher:

  • Road Diet: im Sinne einer flächensparsamen Planung ist der gesamte Knoten kleiner zu dimensionieren und nimmt daher weniger Flächen in Anspruch.
  • Vereinfachte Geometrie: Es ist eine klare und nachvollziehbare Gestaltung herzustellen. Die Flächenaufteilung und Führung der einzelnen Verkehrsarten ist klar erkennbar und nachvollziehbar.

Eine Karte der Bestandsanalyse kann unter Dokumente heruntergeladen werden.

Bestandsaufnahme am Doppelknoten Doventor

Projektablauf der Machbarkeitsuntersuchung

Im Rahmen des Projekts wurde eine Bestandsanalyse durchgeführt, die sowohl den baulichen als auch verkehrlichen Zustand erfasst und darstellt. Hierauf aufbauend wurde eine Potenzialanalyse erarbeitet, die auf Grundlage der Planungsziele Verbesserungspotenziale aufzeigt:

  • Förderung des Fuß- und Radverkehrs
  • Optimierung des ÖPNV
  • Aufwertung des Straßenraums
  • Leistungsfähigkeit – ausgewogene Verteilung der Verkehrsqualitäten für alle Verkehrsarten

Aktuell liegen erste Variantenentwürfe für eine Umgestaltung des Doppelknotens Doventor vor. Diese wurden bereits im begleitenden Arbeitskreis vorgestellt und diskutiert. Neben den fachlichen Belangen sollen sich auch die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Hinweisen ud Erfahrungen in die Planung einbringen.

Die Varianten in der Übersicht

Variante 1 orientiert sich am Bestand.
Auf dem Doventor entfällt Richtung Süden die Sperrfläche sowie Richtung Norden ein Kfz-Fahrstreifen. Diese Flächen werden den Seitenräumen zugeschlagen, die im Bestand untermaßig sind. So können auf beiden Seiten Fuß- und Radwege angelegt werden. Auf der östlichen Seite des Doventors wird die Premiumroute als Zweirichtungsradweg verlaufen.

Die Aufstellbereiche für den Fuß- und Radverkehr an den Querungsstellen im nördlichen Knoten werden verbreitert. Gleichzeitig werden im Kreuzungsbereich von Doventor/Doventorscontrescarpe/Daniel-von-Büren-Straße die Fuß- und Radverkehrsfurten angepasst, so dass die Dreiecksinsel entfällt, die Wegelängen zur Querung kürzer werden und die Straße so einfacher überquert werden kann. Zudem werden Flächen gewonnen, die umgestaltet werden können.

Die Gestaltung der Daniel-von-Büren-Straße bleibt größtenteils unverändert.

Vom Wandrahm aus fehlt eine Querungsmöglichkeit über die Daniel-von-Büren-Straße für den Fuß- und Radverkehr. Für den Radverkehr wird diese ergänzt.

Die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs bleibt erhalten, für den Fuß- und Radverkehr ergeben sich in fast allen Bereichen Verbesserungen zum Bestand.

Variante 2 nutzt die freiwerdenden Flächen für Begrünung, um so die Wallanlagen über den Straßenraum hinweg zu verbinden.

Auf dem Doventor entfällt Richtung Süden die Sperrfläche und ein Kfz-Fahrstreifen, Richtung Norden entfällt ebenfalls ein Kfz-Fahrstreifen. Diese Flächen werden den Seitenräumen zugeschlagen, die im Bestand untermaßig sind, sowie für die Begrünung des Straßenraums. Auf beiden Seiten können Fuß- und Radwege angelegt werden. Auf der östlichen Seite des Doventors wird die Premiumroute als Zweirichtungsradweg verlaufen.

Im Bereich der Doventorstraße werden die Seitenräume und die Querungsstelle für den Rad- und Fußverkehr optimiert.

Die Aufstellbereiche für den Fuß- und Radverkehr an den Querungsstellen im nördlichen Knoten werden verbreitert. Gleichzeitig werden im Kreuzungsbereich von Doventor/Doventorscontrescarpe/Daniel-von-Büren-Straße die Fuß- und Radverkehrsfurten angepasst, so dass die Dreiecksinsel entfällt, die Wegelängen zur Querung kürzer werden und die Straße so einfacher überquert werden kann. Zudem werden Flächen gewonnen, die umgestaltet werden können.

In der Doventorscontrescarpe entfällt ein Kfz-Fahrstreifen Richtung Walle, der Zweirichtungsradweg der Premiumroute wird verbreitert.

In der Daniel-von-Büren-Straße werden die Kfz-Fahrstreifen reduziert, die Flächen werden den Seiteräumen zugeschlagen und für Begrünung genutzt. Die Bushaltestellen werden als Kap ausgebildet, so dass der Bus nach einem Halt als Pulkführer vor dem Kfz-Verkehr fahren kann.

Die fehlende Querungsmöglichkeit für den Fuß- und Radverkehr über die Daniel-von-Büren-Straße auf Höhe des Wandrahms kann angelegt werden. Somit optimieren sich die Wegebeziehungen zwischen den Bildungseinrichtungen und der Haltestelle des ÖPNV.

Die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs bleibt erhalten, für den Fuß- und Radverkehr ergeben sich in allen Bereichen Verbesserungen zum Bestand.

Variante 3 optimiert den Doppelknoten zugunsten des Umweltverbundes, also dem Fuß- und Radverkehr und dem ÖPNV.

Auf dem Doventor entfällt Richtung Süden die Sperrfläche sowie beidseitig ein Kfz-Fahrstreifen. Diese Flächen werden den Seitenräumen zugeschlagen, die im Bestand untermaßig sind. Auf beiden Seiten können Fuß- und Radwege angelegt werden. Auf der östlichen Seite des Doventors wird die Premiumroute als Zweirichtungsradweg verlaufen.

Im Bereich der Doventorstraße werden die Seitenräume und die Querungsstelle für den Rad- und Fußverkehr optimiert.

Die Aufstellbereiche für den Fuß- und Radverkehr an den Querungsstellen im nördlichen Knoten werden verbreitert. Gleichzeitig werden im Kreuzungsbereich von Doventor/Doventorscontrescarpe/Daniel-von-Büren-Straße die Fuß- und Radverkehrsfurten angepasst, so dass die Dreiecksinsel entfällt, die Wegelängen zur Querung kürzer werden und die Straße so einfacher überquert werden kann. Zudem werden Flächen gewonnen, die umgestaltet werden können.

Die Fußgängerfurt über die Doventorscontrescarpe wird näher an den Knotenpunkt gelegt, hierzu muss die Gleislage angepasst werden. Dies optimiert gleichermaßen die Wege für den Fußverkehr als auch für den Kfz-Verkehr, um den Knoten zu queren. In der Doventorscontrescarpe entfällt ein Kfz-Fahrstreifen Richtung Walle, der Zweirichtungsradweg der Premiumroute wird verbreitert.

In der Daniel-von-Büren-Straße werden die Kfz-Fahrstreifen reduziert, die Flächen werden den Seiteräumen zugeschlagen und für Begrünung genutzt. Die Bushaltestellen werden entsprechend der BSAG-Planungen Richtung Nordosten verschoben und mit der Straßenbahnhaltestelle zusammengelegt. Somit werden die Umsteigebeziehungen zwischen Bus und Straßenbahn optimiert.

Die fehlende Querungsmöglichkeit für den Fuß- und Radverkehr über die Daniel-von-Büren-Straße auf Höhe des Wandrahms kann angelegt werden. Somit optimieren sich die Wegebeziehungen zwischen den Bildungseinrichtungen und der Haltestelle des ÖPNV.

Die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs bleibt erhalten, für den Fuß- und Radverkehr ergeben sich in allen Bereichen Verbesserungen zum Bestand.

Dokumente

Hier finden Sie Dokumente zum Download:

Bestandsanalyse:
Machbarkeitsstudie Doventor – Bestandsanalyse und erste Handlungsansätze (pdf, 6.6 MB)
Karte Bestandsanalyse Doppelknoten Doventor (jpg, 2 MB)

Drei Variantenentwürfe:
Variante 1 (pdf, 3 MB)
Variante 2 (pdf, 3 MB)
Variante 3 (pdf, 2.8 MB)