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Aktuelle Projekte und Einsatz der Mobilstation

Mobilstation: Einfluss des Kreuzfahrtterminal auf die Luftqualität in Bremerhaven

Foto der Mobilstation, jpg, 41.5 KB
Mobilstation

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr wurde beauftragt, den Einfluss des Kreuzfahrtterminals auf die Luftqualität in Bremerhaven zu untersuchen.
Dabei sollen zusätzlich zur festen Luftmessstation Bremerhaven-Hansastraße mit einer mobilen Station Feinstaub PM10 und PM2,5 und Stickstoffdioxid im Einflussbereich des Terminals gemessen werden. Im Focus dieser Messungen stehen nicht die Auswirkungen im gewerblich und industriell geprägten Nahbereich des Terminals, sondern die Frage, ob an der nächstgelegenen Wohnbebauung (ca. 400m entfernt) Einflüsse und damit zusätzliche Luftschadstoffbelastungen nachweisbar sind.
Nachdem in den letzten Monaten entsprechende Messkapazität in Form einer mobilen Mini-Luftmessstation gebaut und erworben wurde, konnte parallel dazu ein erster Messpunkt westlich der Kaiserschleuse gefunden werden.
Dieser Messort wird den Messstandort Bremerhaven-Hansastraße ergänzen und östlich des Terminals in etwa halbe Entfernung zwischen Terminal und Wohnbebauung liegen. Dort werden die Messungen zeitnah beginnen und für die kommende Kreuzfahrtsaison anhalten.
Nach Auswertung dieser Messungen wird erwogen, bei Bedarf in der nächsten Kreuzfahrtsaison an einen weiteren Messpunkt zu messen.

Die Ergebnisse der Messungen und aktuelle Informationen werden auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Einsatz des CAPS (Cavity Attenuated Phase Shift) NO2-Messgerätes im Bremer Luftmessnetz

Stickstoffdioxid ist neben Feinstaub der Luftschadstoff, für den in Deutschland an vielen Messorten immer noch Grenzwertüberschreitungen auftreten. Im Bremer Luftmessnetz gibt es zwar seit 2017 keine Überschreitungen des Jahresgrenzwertes von 40 µg/m³, Jahresmittelwerte von bis zu 39 µg/m3 lassen aber eine genaue Qualitätssicherung besonders geboten erscheinen. Die im Bremer Luftgütemessnetz verwendeten Referenz-NO2-Messgeräte sind eignungsgeprüft, laufend gewartet und qualitätsgesichert. Sie haben eine hohe Genauigkeit und Präzision. Stickstoffdioxid wird von diesen Geräten aber nicht direkt gemessen, sondern als Differenz zwischen der Summe aller Stickoxide (NOX) und Stickstoffmonoxid (NO) berechnet. Das kann bei schnellen Änderungen der NO/NOX-Konzentration, wie Sie an Verkehrsmessstationen auftreten, zu kurzfristigen Fehlmessungen führen. Zudem steigt die Nachweisgrenze der Geräte bezüglich NO2 bei hohen NO-Konzentrationen an, die Genauigkeit sinkt dann.
Seit kurzer Zeit gibt es auch ein neues, eignungsgeprüftes Verfahren zur direkten Messung von NO2 in Umgebungsluft. In einer reflektiven Messkammer, in der Weglängen des eingestrahlten gepulsten Laserlichts von mehreren Kilometern auftreten können, wird die Absorption durch NO2 bestimmt (CAPS-Messprinzip).

Die Ergebnisse der Parallelmessung können hier (pdf, 492.1 KB) eingesehen werden.