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Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Wie bereitet sich Bremen auf den Klimawandel vor?

Die Folgen des Klimawandels können vielfältig sein und sind in ihrer Intensität noch nicht genau abschätzbar. Es besteht jedoch kaum Zweifel, dass das Ausmaß und die Ausprägung der Folgen der Klimaänderung regional sehr unterschiedlich sein werden. Mit Hilfe von Klimamodellen und Klimaprojektionen wird deshalb versucht, Aussagen darüber abzuleiten, wie sich das Klima in den nächsten 50-100 Jahren von der globalen bis zur regionalen Ebene ändern wird und welche Folgen dies für das Wettergeschehen und damit letztlich für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft haben kann.

Aufgrund der Ungewissheit über zukünftige Klimaentwicklungen und deren Folgen steht auch das Land Bremen vor der Herausforderung, sukzessive den Erkenntnisstand zu erweitern und diesen, soweit möglich, in Entscheidungs- und Planungsprozessen zu berücksichtigen. Denn Ziel ist, das Land Bremen möglichst robust gegenüber potentiellen Klimafolgen zu entwickeln.

Welche Kilmaänderungen in der Bremer Region nach derzeitigem Stand der Forschung zu erwarten sind, erfahren Sie in der Studie Klimaprojektionen für die Bremer Region (pdf, 1.1 MB)

Auf dieser Grundlage erarbeitete der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in 2012 das "SUBV-Fachkonzept Klimawandel in Bremen – Folgen und Anpassung" (pdf, 5.4 MB).

Hochwasserschutz in Bremen

Blick auf den Bremer Hafen
Blick auf den Bremer Hafen

Infolge der globalen Temperaturerhöhung steigt der Meeresspiegel an, außerdem ist mit häufigeren und höheren Sturmfluten zu rechnen. Der Küstenschutz wird so zum vordringlichsten Handlungsfeld im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Aber auch Hochwasserereignisse, die durch Niederschläge im Einzugsbereich der Bremen durchfließenden Gewässer entstehen müssen berücksichtigt werden. Bremen hat deshalb in Zusammenarbeit mit Niedersachsen den Generalplan Küstenschutz und den Hochwasserschutzplan Wümme erarbeitet. Mehr Informationen zum Hochwasserschutz in Bremen sehen Sie hier

Umgang mit extremen Regenereignissen in Bremen

Vor dem Hintergrund des Klimawandels werden extreme Regenereignisse in Bremen wahrscheinlich häufiger und intensiver auftreten. Das Projekt KLimaAnpassungsStrategie Extreme Regenereignisse“ (KLAS) macht sich daher auf den Weg, Maßnahmen und Strategien im Sinne eines verbesserten Risikomanagements zur Anpassung an extreme Regenereignisse zu erarbeiten. KLAS - Umgang mit extremen Regenereignissen in der Stadtgemeinde Bremen

Aktuelle Broschüre: Bremer Häuser im Klimawandel (pdf, 2.4 MB)

Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Böden

Hier sehen Sie verschieden aussehende Erdschichten, die aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzen
Unsere Böden setzen sich aus verschiedene Erdschichten zusammen

Böden spielen eine wichtige Rolle im globalen Kohlendioxid-Haushalt und sind bedeutsam für ein stabiles Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Klima bestimmenden Prozessen. Die Böden des Landes Bremen sind zum Großteil typische Böden der Niederung mit hohen Wassergehalten, die die Fähigkeit zur langfristigen Bindung von CO2 in besonderem Maße besitzen. Mehr zum Klimawandel und Bodenschutz in Bremen finden sie hier

Klimarelevante Projekte für Bremens Oberflächengewässer

Hier sehen Sie eine für Norddeutschland typische Flusslandschaft - die Wümme
Flusslandschaft in Bremen

Durch Renaturierungsmaßnahmen an der Weser und zusätzliche Naherholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung versucht die Wasserwirtschaft im Zusammenhang mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie über die interaktive Karte im Bereich raumbezogene Fachdaten.

Anpassungen bei Flächenplanung und Artenschutz

Hier sehen Sie Zwergschäne die über eine Seenlandschaft fliegen
Zwergschwäne

Die Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden im Land Bremen durch das Landschaftsprogramm überörtlich und örtlich konkretisiert. Bei dessen aktueller Neuaufstellung sind im Zusammenhang mit dem Klimawandel zahlreiche Querschnittsfragestellungen relevant. Ziel ist es, im Landschaftsprogramm die heute absehbaren raumbezogenen Anforderungen an die Bewältigung der Klimafolgen darzustellen und bei der Aufstellung von Zielen und Maßnahmenvorschlägen, auch im Kontext mit dem neuen Flächennutzungsplan und seinen Beiplänen, zu berücksichtigen. Mehr zur Neuaufstellung des Landschaftsprogramms und des Flächennutzungsplans Bremen erfahren Sie hier

Klimaveränderungen stellen tendenziell einen zusätzlichen Belastungsfaktor für die Lebensräume von wildlebenden Tieren und Pflanzen dar. Somit enstehen neue Herausforderungen für den Erhalt der Biodiversität und den Biotopschutz, auch in Bremen. Für mehr Informatione zu Klimawandel und Naturschutz klicken Sie hier

Auswirkungen auf Parks und Grünflächen, Wälder, Straßenbäume sowie die Landwirtschaft Bremens

Hier sehen Sie ein Ahornblatt. Viele Bäume in Bremen Parks und Grünflächen machen die Stadt zu einer grünen Oase
Stadt- und Parkbäume in Bremen

Bremen ist eine grüne Stadt, die von ihren zahlreichen Parks, Grünflächen, Kleingartenanlagen, Straßenbäumen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und Deichen geprägt ist. Mögliche Wetterveränderungen infolge des Klimawandels haben unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf diese Flächen, z.B. durch häufigere Überschwemmungen, Starkregenereignisse, längere Trockenperioden, veränderte Artenzusammensetzungen, Schädlingsbefall etc. Gleichzeitig sind Grünflächen auch CO2-Senken durch deren Erhalt ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Weitere Informationen finden Sie im Bereich Parks und Grünflächen in Bremen.

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