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Schallschutz

Gesetzliche Regelungen

Je nach Lärmquelle gibt es unterschiedliche gesetzliche Regelungen in Deutschland. Da jede Lärmquelle getrennt betrachet wird, ist auch der Schallschutz bei Straßenverkehrslärm, Schienenlärm und Fluglärm entsprechend verschieden geregelt.

In einigen Bebauungsplänen sind Festsetzungen zum Schallschutz getroffen worden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Orientierungswerte der DIN 18005 überschritten werden. Diese Orientierungswerte betragen zum Beispiel bei allgemeinen Wohngebieten (WA) am Tage 55 dB(A) und in der Nacht 45 dB(A) bzw. 40 dB bei Gewerbelärm.

Sofern das Gebäude in der Stadtgemeinde Bremen an oder in der Nähe einer Bundesfernstraße (Autobahn oder Bundesstraße) liegt, kann ein formloser Antrag beim

Amt für Straßen und Verkehr (ASV)
Herdentorsteinweg 49/50
28195 Bremen

office@asv.bremen.de

gestellt werden. Hier werden Einzelfälle u.a. anhand der Planfeststellungsunterlagen geprüft. Unter bestimmten Bedingungen, die z.B. vom Baujahr Ihres Hauses und der Verkehrsentwicklung abhängig sind, gibt es Zuschüsse für den Einbau von Schallschutzfenstern und schallgedämmten Lüftern. Sie finden auf der entsprechenden Internetseite weitere Informationen dazu.

Wenn es sich bei der Hauptlärmquelle um eine bundeseigene Eisenbahnstrecke handelt und Ihr Gebäude in einem Lärmsanierungsabschnitt des Bundes liegt, hat die Sanierung des Bundes Vorrang vor einer Förderung durch das Land Bremen oder die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Ansprechpartner für Sanierungsmaßnahmen des Bundes ist:

DB Netz AG
Projekt Lärmsanierung
Hermann-Pünder-Straße 3
50679 Köln

Sie finden auf der entsprechenden Internetseite ausführliche Informationen dazu.

Sofern es Probleme bei der Antragstellung gibt oder falls Ihr Antrag dort abgelehnt wird, können Sie sich gerne an den unten genannten Ansprechpartner wenden. Bitte reichen Sie entsprechende Unterlagen (Ihren Antrag und das Antwortschreiben der DB Netz AG) möglichst auf dem Postwege bei uns ein.

Nach dem Fluglärmgesetz kann es einen Anspruch auf Erstattung von Aufwendungen für passive Schallschutzmaßnahmen geben. Solche Schallschutzmaßnahmen sind die Dämmung von Gebäudeteilen (z.B. im Dachgeschoss), der Einsatz von Schallschutzfenstern und der Einbau schallgedämmter Lüfter (z.B. im Schlafzimmer). Am Verkehrsflughafen Bremen gilt das in der Regel nur für Grundstücke innerhalb der Tag-Schutzzone 1 oder der Nachtschutzzone. Anträge können beim

Flughafen Bremen GmbH
Flughafenallee 20
28199 Bremen
Telefon +49 (0) 421 5595-0
Fax +49 (0) 421 5595-474
calmar@airport-bremen.de

gestellt werden. Sie finden auf der entsprechenden Internetseite ausführliche Informationen dazu.

Ein wichtiger Bestandteil der Aktionspläne zur Lärmminderung sind Förderprogramme zum Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern.

Für das Schallschutzfensterprogramm in der Stadtgemeinde Bremen, das auf der Lärmkartierung des Jahres 2012 gemäß der Umgebungslärmrichtlinie beruhte, ist die Antragsfrist am 30.06.2015 abgelaufen. Deshalb können Sie gegenwärtig keinen Antrag auf Förderung stellen.

In den Aktionsplänen zur Lärmminderung gemäß der europäischen Umgebungslärmrichtlinie werden Lärmpegel von 55 dB nachts (22-6 Uhr) und 65 dB über 24 Stunden als kritisch betrachtet. In den Lärmsanierungsprogrammen des Bundes für Eisenbahnstrecken, Bundesstraßen und Autobahnen liegen die Auslöseschwellen für Wohngebiete bei 57 dB nachts (22-6 Uhr) und 67 dB tagsüber (6-22 Uhr). Die Aktionspläne und Lärmsanierungsprogramme sind freiwillige Maßnahmen, ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Die Lärmkarten, die entsprechend den Vorgaben der Umgebungslärmrichtlinie erstellt wurden, stellen die Lärmbelastung jeweils in den Stadtgebieten Bremen und Bremerhaven dar. Sie bieten eine erste Orientierung, da die Lärmpegel für eine Höhe von 4 m berechnet wurden. Somit kann der Lärmwert im Erdgeschoss und in den darüberliegenden Stockwerken abweichen. Weitere Auskünfte erteilen die jeweiligen Ansprechpartner.

Frank Rauch

Ansprechpartner Umgebungslärm

Wegesende 23
28195 Bremen

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