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Schutzgebiete in Bremen

Naturschutzgebiete

Ziel der Ausweisung von Naturschutzgebieten ist die Erhaltung und Entwicklung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten wildwachsender Pflanzen- oder Tierarten. Kriterien für Naturschutzgebiete können besondere Eigenart, hervorragende Schönheit oder Seltenheit sowie wissenschaftliche, naturkundliche und landeskundliche Bedeutung sein. In Naturschutzgebieten sind grundsätzlich alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Gebietes oder seiner Bestandteile sowie zu einer nachhaltigen Störung führen können. Im Vergleich zum Lanschaftsschutzgebiet besitzt das Naturschutzgebiet den höheren Schutzstatus.
In Bremen sind derzeit 4,9 Prozent (2053 Hektar) der Landesfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen (Stand Mai 2015).

Übersichtskarte der Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Land Bremen (jpg, 6.2 MB)

Kurzinformationen zu den einzelnen Gebieten und die entsprechenden NSG-Verordnungen finden Sie hier: Naturschutzgebiete

Landschaftsschutzgebiete

Zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung bestimmter Teile von Natur und Landschaft können auch Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden.
Im Gegensatz zum Naturschutzgebiet, wo der Erhalt von Lebensgemeinschaften oder der Lebensräume bestimmter Tier- und Pflanzenarten im Vordergrund steht, sollen Landschaftsschutzgebiete die Eigenart, Vielfalt und Schönheit des Landschaftsbildes und die Bedeutung der entsprechenden Landschaft für die Erholung sichern, aber auch zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes beitragen.

Die Gesamtgröße des Landschaftsschutzgebietes im Land Bremen beträgt 8171,6 Hektar, entsprechend 19,5% der Landesfläche (Stand Mai 2015).

Übersichtskarte der Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Land Bremen (jpg, 6.2 MB)

Hier finden Sie eine Übersicht über die Landschaftsschutzgebiete, für die in den letzten Jahren neue Verordnungen erlassen wurden.

Für die nicht durch die Teilverordnungen abgedeckten Flächen gilt weiterhin die Verordnung für das Landschaftsschutzgebiet in Bremen aus dem Jahr 1968:
Verordnung 1968 (pdf, 3.5 MB)

Gesetzlich geschützte Biotope

Kuckucks-Lichtnelke
Kuckucks-Lichtnelke

Neben den großen zusammenhängenden Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten gibt es eine Fülle von seltenen Lebensräumen, oft zu klein, um sie als Naturschutzgebiet auszuweisen, aber zu bedeutsam, um sie ungeschützt zu lassen. Durch das Bundesnaturschutzgesetz stehen diese Lebensräume unter Schutz. In Bremen sind dies etwa 880, teilweise auch in Naturschutzgebieten gelegene, seltene Biotope.

Erfassungsgrundlage:
Die Auswahl der geschützten Biotope im Land Bremen beruht auf einer landesweiten Erfassung der für den Naturschutz wertvollen Biotope in den Jahren 1992 bis 1995 sowie der im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Biotopschutz durchgeführten Nachkartierungen 1997 und 1998. Laufende Aktualisierungen erfolgen über Kartierungen im Rahmen von Gutachten oder Eingriffsvorhaben. Grundlage hierfür ist der Kartierschlüssel für Biotoptypen im Land Bremen.

Nähere Informationen zu den einzelnen gesetzlich geschützten Biotopen sind in einem Biotopkataster enthalten. Dieses entspricht dem Verzeichnis (Naturschutzbuch) nach § 24 Abs. 1 BremNatSchG.

Die Darstellung der gesetzlich geschützten Biotope und die Aufnahme in das o.g. Verzeichnis ist nicht abschließend, sie hat nur deklaratorische Bedeutung. Ein gesetzlicher Schutz einzelner Biotope besteht unabhängig davon, wenn die fachlichen Kriterien gem. Kartierschlüssel erfüllt sind.

Ein aufwendiges Unterschutzstellungsverfahren ist nicht notwendig. Die gesetzliche Grundlage bildet der Paragraph 30 (pdf, 45.4 KB) des Bundesnaturschutzgesetzes.

In Bremen sind folgende Biototypen geschützt:

  • natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen
    uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche,
  • Moore, Sümpfe, Röhrichte, Großseggenrieder,seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche, Binnenlandsalzstellen,
  • offene Binnendünen, Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen, Trockenrasen,
  • Bruch-, Sumpf- und Auwälder,
  • Salzwiesen und Wattflächen im Küstenbereich.

Übersichtskarte der besonders geschützten Biotope im Land Bremen:

in Bremerhaven (pdf, 5.5 MB)
in der Stadtgemeinde Bremen (pdf, 6.7 MB)

Kartierschlüssel für Biotoptypen (pdf, 1.4 MB) im Land Bremen unter besonderer Berücksichtigung der nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz geschützten Biotope sowie der Lebensraumtypen von Anhang I der FFH-Richtlinie. (Bremen 2013)

Änderungen und Ergänzungen zum Kartierschlüssel für Biotoptypen Stand 10/2016 (pdf, 29.6 KB)

Natura 2000 Gebiete

1992 wurde in Rio de Janeiro auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung die Biodiversitätskonvention verabschiedet, in der sich 170 Staaten verpflichteten, Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität), umzusetzen.

Ziel des europäischen Beitrags zur Biodiversitätskonvention ist der Aufbau eines zusammenhängenden ökologischen Netzes von Schutzgebieten, das den Namen NATURA 2000 trägt. Bestandteile des NATURA 2000 Netztes sind die FFH- und Vogelschutzgebiete.

In Bremen sind große Teile des Feuchtwiesenringes als Schutzgebiete bei der Europäischen Union gemeldet worden. Insgesamt handelt es sich um neun Vogelschutz-(7875 ha) und 15 FFH-Gebiete (5048 ha) mit einer Flächengröße von insgesamt 8528 ha, was 20,4 Prozent der Fläche des Bundeslandes Bremen entspricht. Ein Großteil der NATURA 2000 Flächen in Bremen sind schon als Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen gewesen.

Zur Bewahrung und Entwicklung der NATURA 2000-Gebiete sind Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege erforderlich. Dieses Aufgabenfeld wird von der Naturschutzbehörde beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa wahrgenommen.

Übersichtskarte der NATURA 2000 Gebiete im Land Bremen, Stand 2017 (pdf, 1.7 MB)

FFH-Gebiete

Der bedeutendste europäische Beitrag zur Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen ist die von der Europäischen Union 1992 erlassene Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, die sogenannte Fauna-Flora-Habitat Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie genannt. Der Erhalt der in der FFH-Richtlinie aufgeführten Tiere, Pflanzen und Lebensräume soll durch die Ausweisung der NATURA 2000 Gebiete sichergestellt werden. Jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist verpflichtet, hierfür in seinem Land Gebiete zu benennen.

Detailkarten und Informationen zu den gemeldeten Gebieten Im Land Bremen finden Sie hier: FFH-Gebiete

Vogelschutzgebiete

Bestandteil des NATURA 2000-Netzwerkes sind neben den Schutzgebieten der FFH-Richtlinie auch die Vogelschutzgebiete, die auf Grundlage der bereits 1979 verabschiedeten Richtlinie zur Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogelschutzrichtlinie) ausgewiesen wurden. Ziel dieser Richtlinie ist der langfristige Schutz und die Erhaltung sämtlicher wildlebender Vögel und ihrer Lebensräume in der Europäischen Gemeinschaft. Die Mitgliedsstaaten sind für den Erhalt all dieser Vogelarten verantwortlich und zum Schutz ihrer natürlichen Lebensräume verpflichtet.

Detailkarten und Informationen zu den gemeldeten Gebieten im Land Bremen finden Sie hier: Vogelschutzgebiete

Kontakt

Herr Henrich Klugkist
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstr. 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 361 6660
Fax: +49 (0) 421 496 6660
E-Mail: Henrich.Klugkist@Umwelt.Bremen.de

Herr Andreas Nagler
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstraße 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 361 2644
E-Mail: Andreas.Nagler@umwelt.Bremen.de

Besonders geschützte Biotope

Herr Andreas Nagler
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstraße 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 361 2644
E-Mail: Andreas.Nagler@umwelt.Bremen.de

Natura 2000 Gebiete

Herr Dirk Hürter
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstr. 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 361 15981
E-Mail: Dirk.Huerter@umwelt.Bremen.de

Herr Henrich Klugkist
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstr. 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 361 6660
Fax: +49 (0) 421 496 6660
E-Mail: Henrich.Klugkist@umwelt.Bremen.de

Frau Anke Birkhoff
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Ansgaritorstraße 2
28195 Bremen
Tel.: +49 421 361 19580
E-Mail: anke.birkhoff@bau.bremen.de