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Grundwasser und Trinkwasser

Trinkwasserversorgung

Wasserschutzgebiete

Grundlage für die Festsetzung von Wasserschutzgebieten sind die Grundwasserentnahmen für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Hierbei handelt es sich um eine Aufgabe der Da-seinsvorsorge. Um im Sinne des Vorsorgeprinzips einen langfristigen Schutz der Trinkwasservorräte vor nachteiligen Einwirkungen gewährleisten zu können und somit die Qualität des Trinkwasservorkommens und infolge dessen eine langfristige standortnahe Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sowie der Industrie- und der Gewerbebetriebe zu sichern, ist die Ausweisung von Wasserschutzgebieten erforderlich. Mit den in den Wasserschutzgebietsverordnungen geregelten Beschränkungen soll der besondere Schutz des Gewässers durch Beeinträchtigungen zum Wohl der Allgemeinheit und im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung gewährleistet werden. Hierbei sind entsprechende Handlungen und Anlagen mit Gefährdungspotenzial in den jeweiligen Schutzzonen beschränkt zulässig oder verboten. Diese Schutzanordnungen sollen eine wirksame Abwehr nachteiliger Einwirkungen auf die Qualität des Grundwassers bieten.

Eine Übersicht über die Bremer Wasserschutzgebiete finden Sie auf folgenden Karten:

Nachfolgend finden Sie die Verordnungen über die Festsetzung der Wasserschutzgebiete:

Maßnahmen

Hier erscheinen in Kürze die Beschreibung der Maßnahmen, die in bremischen Grundwasserschutzgebieten durchgeführt werden.

Das aus Brunnen in Bremen-Blumenthal und Bremen-Vegesack geförderte Grundwasser wird im Wasserwerk Blumenthal zu Trinkwasser aufbereitet. Dieses qualitativ sehr hochwertige aufbereitete Grundwasser dient ausschließlich der Trinkwasserversorgung in Bremen-Nord (Eigenversorgung).
Die Wasserfassung in Blumenthal wird bereits seit vielen Jahren durch ein Wasserschutzgebiet gesichert. Zum Schutz der wertvollen Grundwasser-Ressourcen soll nun auch der Nahbereich der bestehenden Wassergewinnungsanlage in Bremen-Vegesack als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen werden. Wie auch in Blumenthal soll die Schutzgebietsausweisung auf Grundlage der allgemein anerkannten Regeln der Technik erfolgen. Die Schutzzonen orientieren sich hierbei an den Deckschichten des Bodens, der Fließrichtung des Grundwassers sowie etwaigen Einträgen aus Oberflächengewässern. Die Modellierungen erfolgen nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Hierdurch können die auszuweisenden Zonen auf die auch tatsächlich betroffenen Gebiete begrenzt werden. Weiterhin mildert ein umfassender Bestandsschutz etwaige Auswirkungen auf Betriebe und Privathaushalten stark ab.
Dem Flyer können weitere Informationen sowie eine Karte des geplanten Schutzgebietes entnommen werden.
Die Ausweisung des Wasserschutzgebietes Vegesack ist für Mitte/Ende 2021 geplant.

Was ändert sich durch die Ausweisung eines Wasserschutzgebiets im Wesentlichen für private Nutzungen?

  • Sachverständigen-Prüfungen von Heizöltankanlagen:
    In der Schutzzone IIIA gelten erweiterte Prüffristen. Unterirdische Heizöltankanlagen sind alle 2 ½ Jahre anstatt alle 5 Jahre fällig. Oberirdische Tankanlagen von 1.000 Liter bis 10.000 Liter (übliche Heizöltankanlagen in Ein- bzw. Mehrfamilenhäusern) sind zusätzlich alle 5 Jahre prüfen zu lassen. Außerhalb von Schutzgebieten existiert bei diesen Tankanlagen keine wiederkehrende Prüfpflicht.

    In der Schutzzone IIIB gelten die erweiterten Prüfpflichten nicht. Hier gelten die gleichen Anforderungen wie außerhalb eines Wasserschutzgebietes. Die Sachverständigen-Prüfung einer Heizöltankanlage kostet etwa 100-200 €.

  • Auffangvorrichtungen von Heizöltankanlagen:
    In der Schutzzone IIIA muss die Auffangvorrichtung von einwandigen Heizöltanks (z.B. gemauerte Wanne im Keller) in der Lage sein das gesamte Volumen der darin befindlichen Tanks zurückzuhalten. In der Schutzzone IIIB bzw. außerhalb eines Wasserschutzgebietes muss die Auffangvorrichtung lediglich das Volumen des größten Tanks aufnehmen können. Es besteht jedoch Bestandsschutz, d.h. bestehende Anlagen können ohne Umrüstung weiterbetrieben werden.

  • Flächenbefestigung von Wegen und Plätzen für Kraftfahrzeuge (Hofeinfahrten, Stellplätze etc.):
    Beim Neubau bzw. Ausbau sind solche Flächen prinzipiell gemäß der Richtlinie für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten (RiStWag) wasserdicht auszuführen. Im Regelfall kann bei privater oder vergleichbarer Nutzungen davon abgesehen werden. Hierzu ist bei der zuständigen Wasserbehörde eine Genehmigung einzuholen. Im Zuge einer Einzelfallprüfung werden u.a. die geologischen Verhältnisse und die Verkehrsbelastung berücksichtigt. Auch hier gilt der Bestandsschutz, d.h. das bestehende Flächen nicht angepasst werden müssen, solange sich die Art der Nutzung nicht ändert.

Mit dem Grundwassergütebericht 2013 (pdf, 4.7 MB) werden umfassend die Ergebnisse des Grundnetzes im Land Bremen dargestellt.
Hier können Sie sich den Grundwassergütebericht 2013 (pdf, 25 MB) auch mit einer hohen Auflösung herunterunterladen.

Altlastenbeobachtungen finden Sie in den Berichten zur Altlastenbedingten Grundwasserverunreinigungen im Land Bremen.

Grundwasserabsenkung im Zuge einer Baumaßnahme
Grundwasserabsenkungen können im Rahmen von Baumaßnahmen erforderlich werden.
  1. Grundwasserabsenkungen

    Bei Baumaßnahmen können vorübergehende zeitlich befristete Grundwasserabsenkungen erforderlich sein, um die Baugrube trocken zu halten und/oder einen hydraulischen Grundbruch zu vermeiden. Für diese Grundwasserabsenkungen müssen Sie vor Beginn der Maßnahme eine Erlaubnis bei der Wasserbehörde beantragen. Alle hierfür wichtigen Informationen erhalten Sie in der Dienstleistungsbeschreibung Wasserrechtliche Erlaubnis für Grundwasserabsenkungen

  2. Erdwärmenutzung

    Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen zur Erdwärmenutzung und verschiedenen Energiegewinnunggssystemen.

  3. Niederschlagsversickerung

    Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau fördert unterschiedliche Maßnahmen zur Niederschlagsversickerung. Beachten Sie die Informationen zu den folgenden zur Verfügung stehenden Förerungsmaßnahmen:

    Förderung von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser.
    Förderung zur Errichtung einer Regenwassernutzungsanlage
    Förderung für die Entsiegelung von Flächen
    Förderung von Dachbegrünungen
    Antrag für die Beseitigung von Niederschlagswasser (pdf, 234 KB)

  4. Brunnen

    folgt

Stefanie Langer

Grundwasser / Trinkwasserversorgung