Sie sind hier:

Bremischer Deichverband am linken Weserufer

Der Bremische Deichverband am linken Weserufer wurde 1947 gegründet. Er entstand durch die Vereinigung von zahlreichen kleineren Deich-, Stau- und Wasserverbänden. Damit war eine Institution geschaffen, die den Großteil der wasserwirtschaftlichen Aufgaben im neustadtseitigen, links der Weser gelegenen Gebiet der Stadt Bremen erfüllen kann. Dem Verband gehören zur Zeit ca. 34.900 Mitgliedsgrundstücke an.

Mit Wirkung vom 1. 10. 2001 wurden in erheblichem Umfang vormals städtische Unterhaltungs-, Betriebs- und Erneuerungspflichten im Stadtgebiet links der Weser auf den Deichverband übertragen; dies betraf z. B. den Werdersee, das Wehr in der Kleinen Weser, die Hochwasserschutzanlagen des Teerhofs, die Ochtum und die Varreler Bäke (auf Bremer Gebiet).

Eine kurze Darstellung der Struktur und der Aufgaben des Verbandes kann bei dessen Geschäftsstelle angefordert werden. Im Internet informiert der Verband unter www.deichverband-bremen-alw.de

Die Satzung (pdf, 283.4 KB) vom 5. Juli 1996 (Brem.ABl. S. 483), zuletzt geändert am 27. Sept. 2001 (Brem.ABl. S. 727) mit

Die Satzung kann bei der des Verbandes angefordert werden.

Verbandsausschuss (Deichamt)

Das Deichamt stellt die von allen Verbandsmitgliedern für jeweils 5 Jahre gewählte Vertretung des Verbandes dar. Es besteht aus 20 Mitgliedern, die in Wahlbezirken gewählt werden. Die Aufteilung der Bezirke ergibt sich aus der Wahlordnung; sie folgt im wesentlichen der Ortsteileinteilung. Die Namen der amtierenden Deichamtsmitglieder können beim Verband erfragt werden.

Das Deichamt kann ständige (z. B. Haushaltsausschuss) und nichtständige Unterausschüsse einsetzen.

Amtszeit: 1. Juni 2011 bis 31. Mai 2016

Vorstand

Der Vorstand besteht aus 5 ehrenamtlich tätigen Personen, die vom Deichamt gewählt werden. Sie müssen Mitglieder des Deichverbandes sein.

Der Verbandsvorsteher (Deichhauptmann) ist der gesetzliche Vertreter des Verbandes.

Verbandsvorsteher (Deichhauptmann):

  • Lampe, Oltmann

Stellvertretender Verbandsvorsteher (II. Deichhauptmann):

  • Böse, Heinz

Beisitzer:

  • Hagens, Ralf
  • Krenzer, Hartmut
  • Osmer, Dieter

Amtszeit: 1. April 2012 bis 31. März 2017

Verbandsgebiet

Das Verbandsgebiet umfasst das links der Weser neustadtseitig gelegene Gebiet der Stadtgemeinde Bremen; es hat eine Größe von ca. 7.748 ha.

Eine Karte des Verbandsgebietes (jpg, 94.9 KB) kann beim Verband eingesehen werden.

  • Ausbau einschließlich naturnahem Rückbau, Unterhaltung und Beseitigung von Gewässern,
  • Bau, Unterhaltung und Beseitigung von Anlagen in und an Gewässern,
  • Herstellung und Erhaltung der zur Erfüllung der Aufgaben des Verbandes nötigen Wege,
  • Schutz von Grundstücken vor Sturmflut und Hochwasser einschließlich notwendiger Maßnahmen im Deichvorland,
  • Herstellung, Beschaffung, Betrieb, Unterhaltung und Beseitigung von Anlagen zur Be- und Entwässerung, Versorgung von Grundstücken mit Tränkewasser für das Vieh sowie Erhalt des landwirtschaftlichen Kulturzustandes des Bodens,
  • Aufnahme und Ableitung von Oberflächenwasser,
  • Abfallentsorgung im Zusammenhang mit der Durchführung von Verbandsaufgaben,
  • Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushaltes, des Bodens, zur Regelung des Bodenwasserhaushalts und für die Landschaftspflege,
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft und Fortentwicklung von Gewässer-, Boden- und Naturschutz,
  • Förderung und Überwachung der vorstehenden Aufgaben,
  • Wahrung und Förderung der Belange des Natur- und Umweltschutzes.

Gewässer
Der Verband unterhält rund 140 km Gewässer. Neben der Kleinen Weser, dem Werdersee, der Ochtum und der Varreler Bäke sind dies insbesondere die größeren Fleete vor allem in den städtisch besiedelten Bereichen, zum Teil aber auch in den noch landwirtschaftlich genutzten Flächen. Nähere Auskünfte erteilt der Verband.

Deiche
Der Verband unterhält ca. 64 km Deiche an Weser, Ochtum und Varreler Bäke, hinzu kommen etwa 11,5 km Hochwasserleitdeiche, Verwallungen und sonstige Hochwasserschutzanlagen.

Schöpfwerke
Für die Abführung des Niederschlagswassers bei hohen Wasserständen in der Weser und den Nebenflüssen sowie zur Aufrechterhaltung zuträglicher Wasserstände in Trockenzeiten betreibt der Verband insgesamt 20 Schöpfwerke mit Leistungen von 20 Litern bis zu 4.000 Litern pro Sekunde. Die größeren Anlagen dieser Art sind die Schöpfwerke Mühlenhaus in Strom, Rablinghausen, Huchting-Nord und Krummhörenskuhle in Obervieland.

Siele
Zur Be- und Entwässerung des Verbandsgebietes betreibt der Verband eine größere Anzahl Siele, mit denen bei Normalwasserständen ohne Pumpbetrieb entwässert und Wasser zugeführt werden kann.

Sonstige Anlagen und Bauwerke
Ansonsten betreibt und unterhält der Verband eine größere Anzahl anderer Anlagen wie Durchlässe, kleine Kulturstaue zur Wasserstandsregulierung in den Gewässersystemen, das Wehr in der Kleinen Weser, vier größere Flussstauanlagen in der Ochtum und der Varreler Bäke, Deichscharte und Deichwege.