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Machbarkeitsuntersuchung von Fahrrad-Premiumrouten in Bremen

VEP Maßnahme D.15: Premiumroute HB-Nord – Innenstadt - Hemelingen

Die Entwicklung von Premiumrouten ist ein wesentliches Instrument des Verkehrsentwicklungsplans Bremen 2025 (VEP) der Stadtgemeinde Bremen zur Förderung des Fahrradverkehrs. Für die Vorbereitung einer späteren Umsetzung wurde zunächst die Machbarkeit einer ersten Route, die alle zu erwartenden Schwierigkeitsgrade aufweist untersucht.

Premiumrouten sollen das Rückgrat des Radverkehrsnetzes bilden und die Reisezeit im Radverkehrsnetz nennenswert verkürzen.

Sie sollen ein hohes Maß an Verkehrssicherheit und Fahrkomfort bieten
Premiumrouten sind nach Möglichkeit eigenständig zu führen. Eine Mischung mit anderen Verkehrsarten ist im bebauten Stadtgebiet aber kaum zu vermeiden. Dabei ist in besonderem Maße darauf zu achten, die Attraktivität der Premiumroute nicht nennenswert zu beeinträchtigen und diesbezüglich die planerischen Handlungsspielräume im Streckenverlauf so weit wie möglich auszuschöpfen. Grundsätzlich sind komfortmindernde Einschränkungen auf kurzen Abschnitten vertretbar.

Sie sollen den Radverkehr im Netz gezielt bündeln und große Radverkehrsmengen bewältigen
Dies setzt voraus, dass im städtischen Bereich eine Führung durch die Siedlungsschwerpunkte gegenüber einer Routenführung in Randlage zu bevorzugen ist, da sonst der Bündelungseffekt nicht im gewünschten Umfang eintreten kann. Premiumrouten im städtischen Raum bedienen nicht nur Radverkehre über größere Distanzen. Sie müssen grundsätzlich auch für kürzere Wege mit dem Fahrrad – oberhalb der Nachbarschaftsverkehre – attraktiv sein.

Sie verbinden städtische Zentren untereinander und mit der angrenzenden Region
Die Verbindung der städtischen Zentren ist nur möglich, wenn die Premiumrouten entweder durch die Zentren hindurch führen oder diese unmittelbar tangieren. Eine Orientierung am Verlauf der Hauptrouten ist zu empfehlen. Gegebenenfalls muss das Hauptroutennetz an den Verlauf der Premiumroute angepasst werden.

Für den Bau von Premiumrouten gelten somit überdurchschnittlich hohe Trassierungsstandards:
Trassierung für Geschwindigkeiten von 20-25 km/h (Vmax von Pedelecs),
Übersichtliche Streckenführung, regulär keine engen Kurven, keine Engstellen und ähnliche Hindernisse.
Führungselemente sind:

  • Fahrradstraßen
  • Fahrradstreifen und Fahrradschutzstreifen
  • Bauliche straßenbegleitende Radwege
  • Selbständig geführte Wege
  • Wohn- und Sammelstraßen

Herausforderungen im bebauten Stadtraum:

  • In engen (Vorfahrt)Straßen besteht meist kein oder nur minimaler Handlungsspielraum.
  • In breiten Straßen sind Umbaupotenziale zwar vorhanden aber es sind oft hohe Restriktionen durch Bäume, Parken, Straßenbahntrassen/Busspuren und zum Teil hohe Kfz-Anteile vorhanden.
  • Wohn- und Sammelstraßen können oft umorganisiert werden.
  • Der Routenzusammenhang ist zu wahren. Ungefähr 70% der Gesamtstrecke sollten unter Berücksichtigung der Möglichkeit zur Einbeziehung von Alternativrouten die Standards voll oder weitestgehend erfüllen. Die alternativlos verbleibenden Strecken müssen zumindest soweit optimierbar sein, dass ein noch sicheres, zügiges und komfortables Fahrradfahren auf ihnen ermöglicht werden kann.

Für die Machbarkeitsuntersuchung wurde nach vorgegebenen Kriterien eine Eignungsprüfung zur Art der Führung des Radverkehrs für die unterschiedlichen Netzelemente im Streckenverlauf durchgeführt. Dabei wurden entsprechende Empfehlungen zur Art der Führung des Radverkehrs in den einzelnen Netzelementen und Streckenabschnitten gegeben. Alternativrouten waren zur Optimierung der Streckenqualitäten zu prüfen. Die Ergebnisse der Untersuchung ermöglicht es, sie im Rahmen einer späteren Vorentwurfsplanung weiter zu konkretisieren und anzuwenden. Eine detaillierte Prüfung der Straßenräume auf der Ebene einer Machbarkeitsstudie ist nicht erforderlich. Es sind homogene Streckenabschnitte zu bilden, die jeweils eine spezifische und für die Premiumroute anforderungsgerechte Art der Radverkehrsführung ermöglichen.

Alle Ergebnisse (schriftliche Ausführungen, Plan- und Prinzipskizzen, Übersichten) liegen in den nachfolgenden Dateien vor und können hier eingesehen werden:

Auch die Präsentation zum Pressetermin am 13.09.2017 beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (pdf, 5.8 MB) möchten wir Ihnen hier zur Verfügung stellen.

Falls Sie Vorschläge oder Hinweise zur Planung der Fahrrad-Premiumroute haben, richten Sie diese bitte an die nachfolgende Mail-Adresse. Ihre Beiträge werden dort gesammelt, gelesen und für den weiteren Planungsprozess ausgewertet. Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir keine individuellen Rückmeldungen geben können.

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Bremen Bike It!

In keiner anderen Stadt Deutschlands mit mehr als 500.000 Einwohnern machen mehr Menschen ihre Wege mit dem Rad als in Bremen. Europaweit rangiert die Hansestadt auf dem 3. Platz der Fahrradstädte.

Radfahren in Bremen ist aber nicht nur Alltag, sondern ein Stück Kultur und vor allem Spaß. Die Strecken sind fast immer gut zu befahren und besonders schön: Sie führen entlang der Weser, begleiten Kanäle und folgen Grünzügen. Sie gehen mitten durch wohnliche Stadtteile und lebendige Quartiere, verbinden Sehenswürdigkeiten, Kultureinrichtungen, Wissenschaftsstandorte, Parks und Landschaftsräume.

Was also liegt näher, als ein Rad zu nehmen und die Stadt zu durchfahren und zu erleben: Bremen! Bike it.

Mobil zu Fuß und per Rad zur Schule

Selbstständig und sicher mobil – Schulwegepläne und Kinderstadtteilpläne

Ausschnitt Schulwegeplan Bremen-Schwachhausen
Ausschnitt Schulwegeplan Bremen-Schwachhausen

Kinder sind gerne in Bewegung. Zu Fuß und mit dem Rad erkunden sie ihre Umgebung. Das sichere Verhalten im Verkehr müssen sie jedoch zunächst erlernen. Dafür gibt es die Schulwegepläne und Kinderstadtteilpläne, die in aktiver Zusammenarbeit mit den Schulen, der Polizei und den Beiräten vor Ort erarbeitet wurden.
Kinder lernen unterstützt durch Eltern, Lehrer und die örtliche Polizei anhand der Pläne, sich eigenständig, umweltfreundlich und sicher im eigenen Umfeld und auf dem Weg zur Schule zu bewegen. Es werden Hilfestellungen gegeben, die von den Kindern als unsicher empfundenen Situationen sicher einzuüben. Auch das Problem der „Eltern-Taxis“ wird thematisiert. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Kfz zur Schule und sorgen so vor manchen Schulen erst recht für unsichere Situationen, die für die Kinder schlecht zu überschauen sind.

Mobil zu Fuß und per Rad zur Schule

Mit dem Schulwegeplan Schwachhausen wurden die in der Vergangenheit durch den ADFC erstellten Plänen durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr nun um einen weiteren ergänzt. Dieser wurde zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 an die Schulen, die Polizei und den Beirat verteilt und kann hier (pdf, 3.9 MB) als PDF heruntergeladen werden.
Die Pläne des ADFC stehen auf der Website des Verkehrsclubs zum Download zur Verfügung.

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Mit dem Fahrrad in der City

Die Broschüre "Für Sattel-Feste - Mit dem Fahrrad in der City" enthält wichtige Informationen zum Thema Rad fahren und Verkehrssicherheit, u. a. die inzwischen nicht mehr ganz neuen aber leider vielen noch immer nicht bekannten Regeln der novellierten Straßenverkehrsordnung. Was Sie als Radfahrer alles dürfen und was Sie besser lassen sollten! Auch für Fußgänger und Autofahrer interessant.

Sie können die Broschüre hier herunterladen (pdf, 2.2 MB).

Fahrradfreundliches Bremen

Im Jahr 2009 hat der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa im Rahmen des evangelischen Kirchentags seine Arbeit im Rahmen der Ausstellung "Fahrradfreundliches Bremen" im Bereich Radverkehrsplanung / Fahrradförderung vorgestellt.

Im Anschluss wurde die Ausstellung an verschiedenen Orten mit großer Resonanz präsentiert. Wir laden Sie an dieser Stelle herzlich zu einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung ein.

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 2009.

Radfahren - alte Bremer Tradition
Umweltfreundlich, schnell, beliebt
Stadt er-fahren im Alltag
Wege finden und nicht suchen
Urlaub vor der Haustür
Die Region Bremen mit dem Rad erleben
Radweg oder Fahrbahn?
Sicher parken
Radstationen am Hauptbahnhof und in Vegesack
Lust und Spaß mit dem Rad
Mobil zu Fuß und per Rad zur Schule

Radfahren - alte Bremer Tradition

Mit den Erfindungen des Stahlrahmens in Diamant- oder Rautenform als Prototyp des modernen Fahrrads, des Luftgummireifens und des Pedal- und Kettenradantriebs wurde in ganz Deutschland ab 1853 das Radfahren zunehmend populär. Durch industrielle Massenproduktion sind nun Fahrräder auch für finanzschwache Bevölkerungsschichten bezahlbar.

Bremen baute bereits 1897 die ersten Radwege in der Parkallee, Hollerallee und auf dem Osterdeich.

Begünstigt durch die Topographie und die gewachsene Stadtstruktur wurde Radfahren in Bremen sehr beliebt.

In den Nachkriegsjahren ab 1945 war das Fahrrad das wichtigste – weil kostengünstigste – Verkehrsmittel für die Bremer Bürger.

In den Wirtschaftswunderjahren ab 1955 stieg der Wohlstand der breiten Bevölkerungsschichten bundesweit deutlich an und eine zunehmende Motorisierung setzte ein. In Bremen wurde gerade in dieser Zeit das Radwegenetz verdichtet und ausgebaut. Nicht immer nur zum Vorteil der Radler. Dahinter steckte die Philosophie der Trennung der Verkehrsarten. Dieses "Erbe"; ist aus heutiger Sicht kritisch zu beleuchten. Zunächst hatte es jedoch stabilisierende Wirkung auf die Radverkehrsanteile am Gesamtverkehr.

In den 1970er-Jahren gab es bundesweit und auch in Bremen einen spürbaren Rückgang des Radverkehrs.

Die Umwelt- und Ökobewegung in den 1980er-Jahren verhalf dem Fahrrad zu einer "Wiedergeburt".

Bremen wurde bundesweiter Vorreiter mit der Einrichtung von Fahrradstraßen (damals Fahrradzonen) und Einbahnstraßen mit Radverkehr in Gegenrichtung.

Heute gehört das Fahrrad wieder zu den wichtigsten Verkehrsmitteln. Preiswert, umweltfreundlich, bequem und schnell – (fast) alle Bürgerinnen und Bürger, ob jung oder alt, ob arm oder reich, lieben das Radfahren. Auch Prominenz ist regelmäßig radelnd in Bremen zu erleben.

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Radfahren - alte Bremer Tradition

Umweltfreundlich, schnell, beliebt

Mobilitätssteckbrief für Bremen (Quelle: TU Dresden, Verkehrs-und Infrastrukturplanung: Mobilität in Städten – SrV 2008)

Bremen ist in Bewegung – mit dem Rad mehr als jede andere deutsche Großstadt über 500.000 Einwohner. Nahezu ein Viertel aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt.

Damit sich der Trend zur umweltschonenden und gesundheitsfördernden Fortbewegung auch in Zukunft weiter fortsetzt, werden die Vorzüge des Radfahrens immer wieder in die Öffentlichkeit getragen.

So ist die bundesweite Aktion "Mit dem Rad zu Arbeit" – ein Kooperationsprojekt zwischen AOK und dem ADFC – schon mittlerweile Bremer Tradition mit jährlich steigenden Teilnehmerzahlen.

Riesenradtouren mit mehreren hundert Teilnehmern ins Grüne oder auf den fürs Auto reservierten Hochstraßen und Autobahnzubringern - am autofreien Tag des Jahres - erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und zeigen die Popularität des Fahrrads in Bremen.

Flott unterwegs in der Stadt mit dem Rad – gerade im dichten Innenstadtverkehr können die meisten Strecken mit dem Rad in kürzester Zeit zurückgelegt werden.

Ein Beispiel: von der Wilhelm-Kaisen-Brücke/ Neustadt zum Universum Science Center auf dem Universitätscampus benötigt die Straßenbahn der Linie 6 planmäßig 21 Minuten, woran sich noch ein paar Minuten Fußweg anschließen.

Die Strecke mit dem Fahrrad beträgt knapp 6 km und führt durch die Altstadt und den grünen Bürgerpark. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern ist die Strecke in knapp. 25 Minuten zu bewältigen. Mit dem Auto dauert die gleiche Strecke in der Hauptverkehrszeit incl. Parkplatzsuche und Fußweg etwa genau so lange.

Trotz der relativ großen Distanz kann das Fahrrad hier zeitlich noch mithalten und ist in jedem Fall die gesündeste, günstigste und umweltfreundlichste Alternative.

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Umweltfreundlich, schnell, beliebt

Stadt er-fahren im Alltag

Radverkehrsplan Bremen
Radverkehrsplan Bremen

Jeder vierte Weg wird in Bremen mit dem Rad zurückgelegt, das entspricht über 450.000 Radfahrten an einem durchschnittlichen Werktag.

Damit gehört Bremen zweifellos zu den Fahrradhochburgen in Deutschland.

Zählungen haben ergeben, dass mehr als 40.000 Fahrten täglich mit dem Rad auf die Innenstadt bezogen sind, die zwar nur 0,5 % der Stadtfläche ausmacht, aber 9% des gesamtstädtischen Radverkehrsaufkommens erzeugt.

Auf ihren alltäglichen Strecken legen die Bremerinnen und Bremer durchschnittlich 3,2 km per Rad zurück.

Damit sie das auf möglichst sicheren und kurzen Wegen können, wurde ein gesamtstädtisches Netzkonzept entwickelt, die sog. "Zielplanung Fahrrad". Das Netz für den Alltagsradverkehr verbindet alle wichtigen Wohngebiete mit täglichen Zielen des Radverkehrs wie Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Stadtteilzentren, Versorgungsinfrastruktur, Behörden, Theater etc. auf gut nutzbaren Wegen.

Das Hauptroutennetz des Radverkehrs in Bremen hat eine Gesamtlänge von über 400 Kilometern und ist gekennzeichnet durch eine vom Stadtrand zum Zentrum hin zunehmende Netzdichte.

Ergänzt wird dieses Hauptroutennetz durch ca. 200 Kilometer radtouristische Routen wie Radfernwege, den Bremer Stadtweg, den Grünen Ring und das Netz von Stadtteil-Wegen durch Grünanlagen.

Das Radverkehrsnetz bildet auch die Grundlage des 2005/2006 aufgelegten Radverkehrsplans Bremen. Der Plan enthält neben dem gesamten befahrbaren Streckennetz insbesondere auch die radverkehrsbezogene Wegeinfrastruktur in den Vorfahrtstraßen sowie die selbständig geführten Radverbindungen abseits der Verkehrsstraßen. In den Vorfahrtstraßen, in denen die FahrradfahrerInnen die Fahrbahn benutzen müssen, wird durch farbliche Unterscheidung ein Hinweis auf die Nutzungsqualität gegeben.

Neben den Hauptrouten des alltäglichen Radverkehrs und den ergänzenden Alternativstrecken, werden die wichtigsten Freizeitrouten im Plan farblich dargestellt.

Damit bildet der Plan nicht nur die fahrradspezifische Infrastruktur sondern auch die im Wegenetz günstigsten Routen ab.

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Stadt er-fahren im Alltag

Wege finden und nicht suchen

Wegweiser zur Radstation
Wegweiser zur Radstation

Eine (fast) vollständige Wegweisung führt Radfahrerinnen und Radfahrer auf direkten und attraktiven Routen durch Bremen und sorgt mit einer gut lesbaren Beschilderung für eine einfache und schnelle Orientierung.

"Quelle des Radverkehrs" sind die Ortsteile und die darin vorhandenen Wohngebiete Bremens.

"Ziele des Radverkehrs" sind große Arbeitsstätten, zentrale Dienstleistungsstandorte sowie wichtige Einzelziele wie, Hochschulen, Behörden, Bahnhöfe und Fähranleger, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Freizeit- und Sportstätten, Grünanlagen, Badeseen etc. Alle wichtigen Quellen und Ziele auf Stadtteilebene und gesamtstädtischer Ebene sowie die Anschlüsse an das niedersächsische Umland sind inzwischen deutlich ausgeschildert. Sie ersparen somit den Blick auf die Karte oder aufs Navi, die selbstverständlich für die vorherige Routenplanung gute Dienste leisten.

Zur besseren Auffindbarkeit der zentralen Radstation, gibt es zusätzlich eine eigene Ausschilderung im näheren Umkreis des Hauptbahnhofs.

Wichtige touristische Routen wie die Wege des Grünen Rings mit ihren drei Ringen und vielen Querverbindungen sowie alle Radfernwege, die durch Bremen führen, sind an den Wegweisern mit eigenen Logotafeln gekennzeichnet.

Zwischenwegweiser mit dem Fahrradsymbol und dem Pfeil bestätigen auch abseits von Kreuzungen, dass man noch auf dem richtigen Weg ist.

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Wege finden und nicht suchen

Urlaub vor der Haustür

Wegweiser Bremer Stadtweg
Wegweiser Bremer Stadtweg

Heute kennen zahlreiche Menschen die Landschaften von Mallorca oder der Kanaren besser als ihre heimatliche Region.

Dabei ist diese meist vielfältiger und interessanter als viele vermuten. Direkt vor unserer Haustür finden wir unbekannte Stadtteile, idyllische Landschaften, reizvolle Badeseen, interessante Museen und vieles mehr.

Besonders für Familien und Kinder bieten sich kürzere Ausflüge und Tagestouren per Rad in der Bremer Region an. Der ADFC Bremen (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) hat spezielle Angebote für sie entwickelt, die von geführten Radtouren für Kinder- und Erwachsene über Familienrallyes bis zu Stadtexpeditionen gehen.

Geführte Radtouren durch fachkundige RadtourenleiterInnen mit einer großen Fülle von Angeboten für verschiedene Geschwindigkeiten bietet der jährlich als "pedal SPEZIAL" erscheinende Radtourenkalender des ADFC für die Region sowie die aktuelle Internetseite www.radtouren-bremen.de .

Wer lieber individuell radelt, findet eine Menge Tipps in Ausflugsführern und Radkarten im Buchhandel oder mit kompetenter Beratung beim ADFC Bremen.

Der Bremer Stadtweg, eine Themenroute des Grünen Ringes Region Bremen lädt alle Binnen- und Butenbremerinnen und -bremer ein, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt per Fahrrad kennenzulernen. Die Bremer Landroute führt durch das Niedervieland und macht die ländlichen Ortschaften Strom und Seehausen bekannt.

Da das Bremer Stadtgebiet mit seinen etwa 38 Kilometern parallel zur Weser sehr langgezogen ist, bietet es sich bei längeren Touren an, den umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr im Verbundsystem des VBN zu nutzen.

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Urlaub vor der Haustür

Die Region Bremen mit dem Rad erleben

Das Logo des Grünen Rings
Das Logo des Grünen Rings

Attraktive Städte, eine reizvolle norddeutsche Landschaft, viel Wasser, gute Luft und die Nähe zum Meer – all dies charakterisiert die Region Bremen.

Als Gemeinschaftsprojekt von 23 niedersächsischen Städten und Gemeinden, sechs Landkreisen und der Freien Hansestadt Bremen ist der Grüne Ring Region Bremen ein länderübergreifendes Angebot für Ausflügler.

Auf drei gut ausgeschilderten Ringwegen von jeweils 130 bis 220 Kilometern Länge können Individual- oder Gruppenreisende mit dem Fahrrad lebendige Städte und Dörfer besuchen und interessante Ausflugsziele ansteuern.

Auf Kurz-, Tages oder Mehrtagestouren erleben Radlerinnen und Radler die liebliche hügelige Geestlandschaft der Bremer Schweiz, die weite und flache Wesermarsch oder das ehemals wilde Teufelsmoor – abwechslungsreiche stille Natur mit Wiesen und Wäldern, Moore und Deichen, verträumte Dörfer sowie interessante und lebhafte Städte erwarten ihre Gäste.

Gestartet werden kann an jedem Ort oder an einem der 30 Bahnhöfe entlang der Routen. Ausgeschilderte Querverbindungen zwischen den Ringwegen ermöglichen individuelle Teilabschnitte des Grünen Rings zu erfahren.

In der Karte "Grüner Ring Region Bremen" mit dem dazugehörigen Begleitheft sind die Routen, Sehenswürdigkeiten, zahlreiche Informationen, Tipps und die Anbindungen an den Öffentlichen Personen-Nahverkehrs zusammengestellt.

Auch vorhandene Radfernwege wie der Weserradweg oder die Sielroute sind im 800 Kilometer langen Radwegenetz abgebildet.

Erhältlich ist die aktuelle Kartenausgabe von 2009 im Buchhandel, beim ADFC Bremen oder bei den Tourist-Informationen in der Region Bremen.

www.gruener-ring-bremen.de

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Die Region Bremen mit dem Rad erleben

Radweg oder Fahrbahn?

Sicherheit kann trügen, auch im Radverkehr. In Bremen sind zahlreiche Radwege auf dem Bordstein aufgesetzt und werden immer noch von vielen Fahrradfahrern als sicher empfunden und gerne genutzt.

Nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen können von der Straße abgetrennte Radwege auch die Unfallgefahr erhöhen, denn Radfahrer befinden sich auf ihnen oftmals außerhalb des Blickfeldes des Kfz-Verkehrs. An einmündenden Straßen werden sie dann häufig erst spät – manchmal zu spät - bemerkt.

Radwege mit zweifelhaften Sicherheitsstandards sollen daher nicht mehr gebaut werden und die Sicherheit der vorhandenen Radwege muss vielfach erhöht werden.

Dort wo die örtliche Situation eine Verbesserung im Bestand nicht zulässt, ist die Führung auf der Fahrbahn meist die bessere Alternative. Dort gibt es bewährte Führungshilfen für den Radverkehr, die nicht nur mehr Sicherheit bieten, sondern auch attraktiv sind und Zeitgewinne an Kreuzungen ermöglichen. Sie machen das Radfahren schneller und vermeiden vor allem auch Konflikte mit Fußgängern, die wiederum froh sind, den Gehweg mal ohne Radfahrer genießen zu können. Im Zweifel ist kein Radweg immer noch besser und sicherer als ein schlechter Radweg.

Radfahrstreifen auf der Fahrbahn bieten eine hohe Sicherheit und Komfort, da sie vom motorisierten Verkehr nicht befahren werden dürfen. Sie sollten daher bei ausreichend breiter Fahrbahn bevorzugt angelegt werden.

Schutzstreifen, markiert durch eine unterbrochene Linie, sollten eingerichtet werden, wenn der Raum für einen separaten Radfahrstreifen nicht ausreicht. Sie sind Leitlinie für Radler und Orientierungshilfe für den motorisierten Verkehr beim Überholen. Sie dürfen im Begegnungsfall von LKW oder Bussen mitbenutzt werden.

Separate baulich angelegte Radwege sind insbesondere bei sehr großem Verkehrsaufkommen und hohen Geschwindigkeiten eine sichere Alternative, sofern sie eine gute Sichtbeziehung zum Kfz-Verkehr gewährleisten. Die Qualität der bestehenden Radwege ist sukzessive an höhere Sicherheitsstandards durch Umbau – insbesondere an Kreuzungen – zu erhöhen.

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Radweg oder Fahrbahn?

Sicher parken

Die Stadt Bremen erweitert kontinuierlich die Fahrradabstellmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum – vor allem in der Innenstadt, in den Stadtteilzentren und an vielen öffentlichen Einrichtungen. Allein die 2003 eröffnete Radstation zwischen Hauptbahnhof und Überseemuseum sowie das Fahrradparkhaus am Nordausgang des Hauptbahnhofs am Willy-Brandt-Platz bieten etwa 2.000 sichere Stellplätze. Daneben stehen in der Innenstadt weitere ca. 3.000 Stellplätze zur Verfügung. Hier gibt es auch in zwei Auto-Parkhäusern die Möglichkeit, das Fahrrad witterungsgeschützt unterzubringen.

Bei einem Gang durch die Innenstadt wird schnell offensichtlich, dass die Menge der vor allem dezentralen Stellplätze bei weitem nicht reicht. Häufig sind die Abstellanlagen vollständig belegt und eine Vielzahl von Fahrrädern wird "wild" geparkt. Dies zeigt zum einen, wie beliebt Radfahren in Bremen ist, zum anderen aber auch den noch erheblichen Bedarf an weiteren, sicheren Abstellmöglichkeiten. Fahrraddiebstahl ist in Bremen leider immer noch eines der häufigsten Delikte.

Die Kombination des Verkehrsmittels Fahrrad mit Bus und Bahn wird von vielen Bremer Bürgern genutzt. Durch Initiativen der Bremer Parkraumbewirtschaftungs- und Management-GmbH (BREPARK) und der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gibt es an über 60 wichtigen Haltestellen mehr als 2.500 Abstellanlagen, die gut angenommen werden. Viele dieser Anlagen sind überdacht, an einigen werden auch abschließbare "Gitterboxen" für Fahrräder angeboten. An den Bahnhöfen des Regionalverkehrs gibt es vorbildliche Lösungen wie in Bremen-Burg, aber auch noch viel Nachholbedarf. Weitere Serviceleistungen wie die grundsätzliche Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in Bussen und Bahnen steigern die Attraktivität des Radverkehrs.

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Sicher parken

Radstationen am Hauptbahnhof und in Vegesack

Radstation am Bremer Hauptbahnhof. Quelle: K.-P. Land
Radstation am Bremer Hauptbahnhof. Quelle: K.-P. Land

Zwischen Hauptbahnhof und Überseemuseum hat die Bremer Parkraumbewirtschaftungs- und Management Gesellschaft (BREPARK) ein Fahrradparkhaus für 1.500 Fahrräder als Fahrradstation mit zusätzlichen Service-Angeboten rund ums Rad errichtet. Die Radstation wurde im Frühjahr 2003 in Betrieb genommen und wird mittlerweile vom ADFC Bremen betrieben. Hierzu gehört seit 2008 auch das an der Nordseite gelegene Fahrradparkhaus mit einer Kapazität von 500 Stellplätzen.

Unter dem Titel "Radstation" - ein vom ADFC für den Betrieb von Fahrradstationen entwickeltes Marken-Konzept - finden die Radfahrer ein Höchstmaß an Sicherheit, Komfort und Service. Vollautomatische Zugangskontrollen ermöglichen den Betrieb rund um die Uhr (70 Cent am Tag, 7 Euro im Monat, 70 Euro im Jahr)

Leihräder, Neuräder, Ersatzteile, Rikschafahrten und professionellen Werkstattservice gibt es von Montag bis Freitag von 8 - 20 Uhr, am Wochenende von 9-19 Uhr.

Der Infoservice des ADFC radort bremen mit umfangreichem Angebot an Büchern, Karten und Informationen zum Thema Rad hat Montag bis Freitag 10 - 18 Uhr; Donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und Samstag 10 - 14 Uhr geöffnet. www.adfc-bremen.de

Seit August 2008 gibt es auch eine ADFC-Radstation am Bahnhof Bremen-Vegesack mit 200 sicheren Stellplätzen. Das Parken ist auch dort rund um die Uhr möglich.

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Lust und Spaß mit dem Rad

Durch öffentliche Veranstaltungen und Aktionen wird ein positives Klima für das Radfahren in Bremen geschaffen.

Eine feste Größe im städtischen Veranstaltungskalender seit 1996 ist das Bremer Fahrradfestival des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Landesverband Bremen e.V. (ADFC Bremen). Auf diesem fröhlichen Sommerfest auf den Weserwiesen am Osterdeich werden jährlich bis zu 8.000 Fahrradbegeisterte erwartet.

Die zweitägige Messe "Radreisen - grenzenlos!", die jährlich vom ADFC Bremen ausgerichtet wird, blickt ebenfalls auf eine langjährige Tradition zurück. Seit 1992 besuchen über 5.000 Fahrradinteressierte die historische Untere Rathaushalle, um sich über neue und innovative Möglichkeiten des Radtourismus zu informieren. Vom Urlaub vor der Haustür bis zur Reise um die Welt werden von erfahrenen Radreisenden Urlaubsideen und Tipps aufgezeigt.

Auch die alljährliche Großveranstaltung "Fahrrad Markt Zukunft", die von der Messe Bremen organisiert wird, ist ein Forum, sich über aktuelle Entwicklungen in der Velotechnik und Trends im Radtourismus zu informieren. Diese zweitägige Schau mit den beiden Themenschwerpunkten "Fahrrad"; und "Outdoor" verzeichnet jedes Jahr Besucherzuwächse mit bis zu 12.000 Gästen.

Außerordentlich beliebt sind in Bremen neben einer Vielzahl geführter Radtouren die Riesenradtouren wie die "Tour de Natur" des ADFC Bremen in Kooperation mit dem Rolandcenter Huchting oder große "Fahrrad-Sternfahrten" wie im Rahmen des Großereignisses "Fahrradfreundlicher Kirchentag". Einen besonderen Genuss vermitteln auch die "ADFC-Hochstraßentouren" auf den üblicherweise dem Autoverkehr vorbehaltenen Schnellstraßen und Autobahnzubringern.

(weitere Infos unter www.radtouren-bremen.de)

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Lust und Spaß mit dem Rad