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Ziele des Verkehrsentwicklungsplans Bremen 2025

Durch den Verkehrsentwicklungsplan werden mit dem Zeithorizont 2020/2025 strategische Weichenstellungen für den nichtmotorisierten und motorisierten Verkehr auf Straße und Schiene, zum Personen- und Gütertransport und für alle Verkehrszwecke vorgenommen.

Der erste inhaltliche Schritt ist die Definition von Zielen, die mit dem Verkehrsentwicklungsplan erreicht werden sollen. Die Ziele dienen der grundsätzlichen Ausrichtung des Verkehrsentwicklungsplan, geben also die Leitlinien für die weiteren Schritte vor. Außerdem wird mit Hilfe von noch zu entwickelnden Indikatoren der Zielerreichungsgrad bei der Prüfung von Maßnahmebündeln ermittelt. D. h. es wird bewertet wie gut die einzelnen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele dienen. Außerdem helfen die Ziele bei der Evaluierung bei der späteren Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans.

Die Ziele sind entstanden zwischen Mai und September 2012 aus der gemeinsamen Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern, Fraktionen, Verbänden und der Verwaltung. Hierzu gab es am 7. Juni und am 12. Juli 2012 zwei Öffentliche Foren. Die Ziele des Verkehrsentwicklungsplanes wurden von der städtischen Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie am 11. Oktober 2012 angenommen. Die Deputationsvorlage können Sie hier (pdf, 75.9 KB) abrufen.

Es gibt insgesamt sechs Zielfelder mit jeweils mehreren Unterzielen:

Zielfeld 1: Gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ermöglichen, Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer/innen stärken

  1. Entwickeln einer Strategie für die Fußwegeplanung
  2. Verbessern der Aufenthaltsqualität für Fußgänger/innen
  3. Fördern des Fahrradverkehrs
  4. Steigern der Attraktivität des ÖPNV
  5. Verbessern der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV durch Berücksichtigen der Belange von Fußgänger/innen, insbesondere von älteren Menschen, behinderten Personen sowie von Menschen mit Kleinkindern
  6. Wiedergewinnen des öffentlichen Raums sowie Attraktivieren und Vernetzen von Straßen und Wegen für alle Nutzer/innen zugunsten der Aufenthaltsqualität
  7. Aufwerten und attraktives Gestalten von öffentlichen Räumen
  8. Stärken der Nahmobilität

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Zielfeld 2: Verkehrssicherheit und soziale Sicherheit bei der Nutzung erhöhen

  1. Anstreben Vision Zero (Keine Verkehrstoten)
  2. Fördern der Unversehrtheit bei der Nutzung aller Verkehrsmittel und -einrichtungen
  3. Verbessern der Sicherheit von Fußgängern auch gegenüber Fahrradfahrern
  4. Verbessern der Sicherheit von Fahrradfahrern gegenüber dem motorisierten Verkehr

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Zielfeld 3: Alternative Verkehrsmittelwahl gesamtstädtisch anbieten und optimieren

  1. Stärken von Mobilitätsketten und des Mobilitäts-Mix
  2. Verbessern tangentialer Verbindungen für den Umweltverbund
  3. Integration der Stadtteilzentren an der Peripherie in den Umweltverbund
  4. Verbessern der Angebote des Umweltverbundes in Abhängigkeit der Stadtteillagen
  5. Verbessern von Öffentlichkeitsarbeit und Marketing sowie Informationssystemen. Einheitliche, umfassende und verständliche Tarifsysteme unter Einschluss alternativer Verkehrssysteme (auch in der Region)
  6. Innovative Konzepte entwickeln und vorhandene innovative Konzepte berücksichtigen und ggf. fördern
  7. Fördern alternativer Antriebstechnologien
  8. Verbessern der Verkehrsbeziehungen zwischen den Ufern entlang der Gewässer

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Zielfeld 4: Verknüpfung der Verkehrssysteme und Angebote im Umweltverbund zwischen Bremen und der Region verbessern

  1. Verbessern der Infrastruktur entsprechend der Lage der Stadtteile im Siedlungsgefüge Bremens
  2. Förderung der Erreichbarkeit der Innenstadt des Oberzentrums Bremen für alle Verkehrsarten
  3. Verbessern der Infrastruktur für den Fahrradverkehr und Weiterentwickeln des Radverkehrsnetzes (Routen) auch abseits von Hauptverkehrsstraßen
  4. Verlagern des motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Verkehr und Verbessern der Anbindung der bremischen Stadtteile sowie der benachbarten Städte und Gemeinden an den SPNV (inkl. P+R und B+R in Bremen und in der Region)
  5. Optimieren der Verbindungen auf der Straße und Schiene zwischen Bremerhaven und Bremen
  6. Umfassendes und besseres Verknüpfen aller Verkehrsmittel des Umweltverbundes
  7. Stärken der Kooperation auf Sachebene mit den Gebietskörperschaften der Region

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Zielfeld 5: Den Wirtschaftsstandort Bremen durch Optimieren der Wirtschaftsverkehre stärken

  1. Verlässlichkeit und Effektivität im Wirtschaftsverkehr für Unternehmen
  2. Sicherstellen der optimalen Erreichbarkeit für den Güter- und Warenverkehr sowie für den Personenwirtschaftsverkehr sowohl im Umweltverbund als auch im motorisierten Individualverkehr als Grundvoraussetzung für die oberzentrale Rolle Bremens in der Nordwest-Region
  3. Sicherstellen des flüssigen Zu- und Ablaufs der Verkehre zu und von den Häfen
  4. Ermöglichen der Abwicklung von Güterverkehren über leistungsfähige Trassen mit hoher Durchlässigkeit – abseits der Wohnbebauung, wo nötig mit wirkungsvollem Lärmschutz
  5. Minimieren / Effektivieren von Lieferverkehren in der Stadt in Rückkopplung mit dem privaten Einkaufsverhalten
  6. Verbessern der Erreichbarkeit von Industrie- und Gewerbegebieten im Umweltverbund
  7. Bessere Lenkung und Bündelung von Fernverkehren
  8. Verbindliche und verlässliche Netzhierarchie im Straßensystem
  9. Prüfen und ggf. Fördern von alternativen Transportsystemen

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Zielfeld 6: Die Auswirkungen des Verkehrs auf Mensch, Gesundheit und Umwelt nachhaltig und spürbar reduzieren

  1. Reduzieren von Kohlendioxid-, Stickoxid- und Feinstaubemissionen entsprechend der Klima- und Umweltschutzziele
  2. Reduzieren von verkehrsbedingtem Lärm
  3. Verringern des Flächenverbrauchs für Verkehrszwecke. Verbessern der ökologischen Funktion von Freiflächen an Verkehrswegen (innerstädtische Biotopvernetzung und Lufthygiene). Abbauen der Trennwirkung von Verkehrstrassen (Straße und Schiene)
  4. Verkehrsvermeidung durch Innenentwicklung bei der Stadtentwicklungsplanung, durch Stärken der Stadtteil- und Nahversorgungszentren und durch Nutzungsmischung befördern
  5. Verringern der Belastungen für Bewohner/innen in Wohngebieten
  6. Bessere Auslastung bestehender Verkehrsmittel und Infrastrukturen

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